Professur Karin Sander Architektur und Kunst

Professur für Architektur und Kunst

Der Begriff Kunst bezeichnet heute nicht mehr primär die Fähigkeit, Kunstwerke im Sinne dinglicher Artefakte herzustellen, sondern eine Methode zur Generierung komplexer Bedeutungen außerhalb normierbarer Standards. Entsprechend geht das Lehrkonzept der Professur davon aus, dass Kunst ihre größte inspirative Kraft auf benachbarte Disziplinen gerade dann entfaltet, wenn sie ihr Eigenes bewahrt und keinen vorab definierten Zwecken untergeordnet wird. Ihr Paradox, nämlich «zweckmäßig ohne Zweck» oder «methodisch-unmethodisch» zu sein, lässt sich im Rahmen eines Architekturstudiums sowohl als Irritation wie auch zur Reflexion des eigenen Kunstanspruchs produktiv nutzen. In Auseinandersetzung mit dem aktuellen Kunstdiskurs werden den Studierenden künstlerische Strategien vermittelt, die sie befähigen sollen, auf Lösungen zu kommen, die auf andere Weise nicht erreicht werden können. Die Schulung des Wahrnehmungs-, Vorstellungs- und Ausdrucksvermögens ist eingebettet in die Reflexion gesellschaftlicher Zusammenhänge. Dass der Unterricht von aktiven Künstlern geleistet wird, geht von der Überzeugung aus, dass künstlerisches Denken und Handeln nur dann authentisch vermittelt werden kann, wenn die Lehrperson selbst in eine künstlerische Suchbewegung verstrickt ist.

Inhalt und Ziele

Zu Beginn des Studiums ist die Belegung von Architektur und Kunst im Basisjahr für alle Studierenden obligatorisch und jeder Mittwoch im Semester ist somit ausschliesslich dem künstlerischen Denken und Handeln in Form einer interaktiven Vorlesung „Denken und Sprechen über Kunst“, einer gemeinsamen Zeichenübung „Einführung in freies und perspektivisches Zeichnen“ sowie der Erstellung einer eigenständigen künstlerischen Arbeit im Mentorat der Gruppenarbeit gewidmet. In den höheren Semestern können Studierende das künstlerische Denken und Handeln in diversen Wahlfachseminaren und entsprechenden Vertiefungsarbeiten weiterentwickeln. Im Diplom kann Kunst als Begleitfach gewählt werden und hilft den Studierenden ihre Überlegungen für ihren Abschluss an der ETH zu schärfen.
In unserem 3D-Forschungsbereich verlässt die Kunst zunehmend ihre angestammte, im Handwerklichen zentrierte Formensprache und arbeitet mit an neuesten technischen Entwicklungen und setzt die Technik innovativ in ihre Formensprache ein. Mit den digitalen Medien sowie deren Einfluss auf Fertigungsprozesse eröffnen sich in Kunst, Wissenschaft und Architektur neue technische Möglichkeiten und Arbeitsformen, die weit über den traditionellen Methodenapparat hinausreichen. Durch neueste Technologien verändert sich einerseits die Darstellung der Kunst und andererseits werden über neue Produktionsverfahren Dinge erschaffen, die nicht nur eine Fülle neuer Funktionen aufweisen, sondern auch von einer ganz eigenen Ästhetik geprägt sind.
Prof. Karin Sander
www.karinsander.de

Aktuelles

FIRST CONNECTION

31.05.2019

Ausstellung Fiktion und künstlerische Recherche
Vernissage am Freitag, 31. Mai 18 Uhr
Reaktor Kunstraum, Wasserwerkstrasse 13, Zürich

Symposium: Mythen - Bauhäuser - Dogmen

24.05.2019

Podiumsgespräch mit Karin Sander
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, Berlin
www.adk.de

Frozen Gesture - Gesten in der Malerei

18.05.2019

Ausstellung mit Franz Ackermann, Pia Fries, Katharina Grosse, Judy Millar, Gerhard Richter, David Reed und Karin Sander.
18.5.-18.9.2019
Stadthaus, Kunst Museum Winterthur, Museumstrasse 52
www.kmw.ch

Karin Sander @ agps

12.04.2019

Buchpräsentation: Karin Sander. A – Z
um 18:00 Uhr
Zypressenstrasse 71, Zürich

Gastvortrag Roland Roos

10.04.2019

Gastvortrag
ETH ONA Zeichensaal, Zürich

Nora Turato. explained away

27.03.2019

Gastvortrag und Artist Talk
mit Nora Turato und Fabian Flückiger
um 9:30 Uhr
ETH ONA Zeichensaal, Zürich

Berlin Walks

17.03.2019

Seminarwoche
vom 17. bis 22. März 2019
Berlin

Artist Talk

25.02.2019

Karin Sander im Gespräch mit Prof. Dr. Philipp Ursprung
Haus am Waldsee, Berlin
www.hausamwaldsee.de

Deutschlandfunk Kultur

22.02.2019

Karin Sander und Ulrike Timm im Gespräch über Konzeptkunst und ihre derzeitige Ausstellung im Haus am Waldsee in Berlin.
www.deutschlandfunkkultur.de

Basisjahr

Architektur und Kunst I + II

Im gemeinsamen «Denken und Sprechen über Kunst» werden relevante zeitgenössische Diskurse aufgegriffen und auf ihre Potenziale mit Blick auf Architektur und Kunst thematisiert. Dieses Vorgehen verlangt experimentelle Formen der Kommunikation und des individuellen Positionierens. Es geht dabei insbesondere um «Sprache» als Werkzeug des Verstehens und künstlerischen Agierens, um die eigene Urteils- und Ausdruckskraft zu entwickeln. In der Sabbatical-Vertretung von Prof. Karin Sander diskutieren Zilla Leutenegger und Tobias Becker im Herbstsemester 2019 mit allen Lehrenden des Basisjahrs, anhand prägnanter Positionen aus Architektur und Kunst, diverse Formen künstlerischen Denkens und Handelns. Der gemeinsame Vormittag wird in Form des freien und perspektivischen Zeichnens mit Heiner Franzen komplettiert.


Freies und perspektivisches Zeichnen

Heiner Franzen

Zentrale Idee der Übungen ist, den Prozess des Zeichnens als eine breitgefächerte Tätigkeit zu vermitteln, die Bilder, Sprache und Reflexion gleichermassen wachrufen kann. Der Mittwochmorgen wird jeweils durch kurze Vorträge oder Videoclips eingeleitet, in denen ich Beispielen aus der Bildenden Kunst solche aus Film/Video, Cartoon, Theater, Architektur usw. gegenüberstelle. Diese Beispiele sind als konkrete Anregungen für die praktischen Übungen angelegt und sollen Eigentümlichkeiten und Widerstände verschiedener Materialien und Umgebungen erfahrbar machen. Zum Einsatz kommen verschiedene Zeichenwerkzeuge und Papiere unterschiedlichen Formats. Alle Studierenden arbeiten in einem Raum abwechselnd am Tisch, an der Wand und auf dem Boden. Die Studierenden erleben die Zeichenübungen als ein freies Spiel mit einfachen Formen und Objekten und als einen ersten Schritt in eine intensivere zeichnerische Praxis.


Place_Making_Media


Tobias Becker

Urbane Räume sind von diversen zeitlichen Spuren menschlichen Handelns und Gestaltens durchdrungen und stehen in ständiger Wechselwirkung mit unseren eigenen Bildern, Vorstellungen und Aktionen. Hinzu kommen virtuelle Ortungsdienste, die unsere Orientierung informativ und multidimensional überlagern. Grund genug einen neuen Blick auf konkrete Orte zu wagen und diese auf ihre spezifischen, anthropologischen, imaginären und prozesshaften Eigenschaften hin zu untersuchen. Mithilfe von Zeichnung, Video und Fotografie dokumentieren und analysieren wir soziale, atmosphärische und mediatisierte Aspekte urbanen Lebens und entwickeln auf dieser Grundlage künstlerische Strategien, um sichtbare und unsichtbare Topographien bildnerisch gestaltbar bzw. performativ erfahrbar zu machen.


Über den Versuch, die eigene Umgebung zu durchqueren

Heiner Franzen

Wir untersuchen auffällige Wechselbeziehungen zwischen Setdesigns und filmischen Handlungen, insbesondere Szenen, in denen die Erzählung von einer vorgefundenen oder gebauten Architektur übernommen wird. Mit sequenziellen Übungen wie Zeichnungen, Shotnotes, und Storyboards arbeiten wir die aus solchen Verschiebungen resultierende Sprache (Blickwinkel, Drehungen, Überschneidungen usw.) heraus. Parallel dazu zeige ich in Filmreihen signifikante Szenen, die die unterschiedlichen Definitionen von Raum im Film und dessen Rückkopplung auf Regie, Spiel und Narrativ beleuchten. Schliesslich wählen sich die Studierenden ein Objekt, mit dem bestimmte Erinnerungen verbunden sind und realisieren einzeln oder in Gruppen mit diesen Objekten eine zeitbasierte Arbeit.


Eigensinnige Modelle

Thomas Knüsel
Modelle sind Vehikel und haben für gewöhnlich einzig den Zweck der abstrakten Abbildung von „etwas Anderem“. Wir untersuchen experimentell, welche weiteren Potentiale in unterschiedlichsten Modellformen liegen. Wir erproben künstlerische Möglichkeiten der Modellbildung und erweitern damit unsere gewohnten Betrachtungsweisen. Produzieren wir Modelle, so reduzieren wir die Welt in kleine, (be)greifbare Teile. Um die Interaktion zwischen uns und den von uns geschaffenen Artefakten zu untersuchen, widmen wir uns praktischen, wie theoretischen Ansätzen. Wir versuchen uns in technischen Methoden des digitalen wie analogen Abformens und wagen einen historischen Blick auf die Entwicklung der Medienkunst und unternehmen Streifzüge in die Akteur- Netzwerk Theorie und eine aktuelle Kunstausstellung. Das Ziel des Seminars ist es, begleitet durch Mentorate, einen buchstäblich „eigensinnigen“ Modellbegriff in einer eigenständigen künstlerischen Arbeit zu formulieren.


Mit den Händen denken

Maude Léonard-Contant

Wir werden zusammen mit Materialien arbeiten und beobachten, welche Wirkung der direkte Kontakt (mit Lehm, Gips, Sand, mit allem, was uns unter die Finger kommt) auf uns hat, welche Objekt- und Gedankenbiotope daraus entstehen, welche Sensibilitäten sich einstellen, welche Wege und Umwege sich öffnen. Parallel werden alogisches Denken geübt und Pausen von zielorientierten Aktivitäten genommen. Hier darf man sich verloren fühlen, skeptisch und scheinbar unbegabt sein, solange man nur engagiert ist. Materialität dient nicht nur als Hilfsmittel für Ideen und Konzepte, sondern auch als Ausgangspunkt für die Entwicklung von Projekten. In der Kognitionsforschung hat sich herausgestellt, dass Denkprozesse und physische Aktivität Hand in Hand gehen; wir lernen besser, wenn wir uns körperlich mit Begriffen auseinandersetzen. Wir werden folglich mit unseren Händen denken, sie hier und da verdrecken und das Beste daraus machen. 
P.S.: Das Digitale ist auch ein Material.


Bilder anderswohin tragen

Tabea Rothfuchs

Wir sammeln und generieren diverses Bildmaterial, um es mittels verschiedener medialer Techniken in reale Räume zu projizieren, zu setzen bzw. zu übersetzen. Dabei beobachten wir, was passiert, wenn wir ein Bild anderswohin tragen, und was anschliessend mit diesem “woanders" geschieht. Welche Narrative entstehen durch unsere bildnerischen Interventionen im Raum? Welche Rolle spielt dabei das jeweilige Medium und wie verändert sich die Materialität unserer inszenierten Bilder. Vor dem Hintergrund dieser Fragestellungen entwickeln Studierende eigene künstlerische Projekte, die sich mit bildnerischen Fragen der Inszenierung von Rauminstallationen auseinandersetzen.


Malerei, Illusion

Francisco Sierra

Den Reichtum der Malerei kennenlernen, die Angst vor dem Medium verlieren und einen persönlichen Zugang finden.
Betrachtet man die Geschichte der Malerei, kann es schnell geschehen, dass man sich ob dieser gigantischen Fülle gar nicht mehr zutraut, etwas Neues zu kreieren.
Eine Offenheit zum Medium Malerei zu schaffen und neugierig die eigenen Möglichkeiten zu erforschen, ist Ziel dieses Seminars. Um in dieser Suche voranzukommen, braucht es praktische Erfahrungen. Der Mut zum Scheitern ist ein wichtiger Bestandteil dieses Prozesses: dieser kann mitunter ungeahntes Potenzial zutage fördern.
Dazu kommt das Kennenlernen und Betrachten verschiedener künstlerischer Strategien im Umgang mit der bildnerischen Illusion im Bereich der Malerei.


Fiktion und künstlerische Recherche

Riikka Tauriainen

Ein Versuch, Verständnis für spezifische Konzepte, Ideen, Probleme oder Aussagen zu entwickeln, die auf die eine oder andere Weise relevant bzw. lebendig für unsere heutige Gesellschaft sind. Wir werden aktuelle Themen innerhalb, ausserhalb oder am Rande zeitgenössischer künstlerischer Praktiken ansprechen. Wir wollen gemeinsam die Produktivität von Spekulation und Fiktion erforschen und uns darin üben, eine nicht-akademische Form der Forschung zu praktizieren, die Verlangsamung als notwendige Bedingung ansieht, um ‘mit’ jemandem oder ‘mit’ etwas zu denken. Wir möchten die Bedeutung der oralen Kultur in einer digitalisierten Welt diskutieren und die verzwickte Dichotomie zwischen Theorie und Fiktion, Mythos und Wahrheit, Wissenschaft und Kunst untersuchen.


Die (Un-)Lesbarkeit der Fotografie

Ester Vonplon

Beim Betrachten von Fotografien stellt sich uns automatisch die Frage, wen oder was wir sehen, was war, was tat und was zeigt uns die Fotografie? Wir untersuchen unterschiedliche künstlerische Positionen im Hinblick auf die verschiedenen Anwendungen und Möglichkeiten der Fotografie im Bereich der Kunstfotografie. In der Dunkelkammer vertiefen wir die eigenen Strategien zur Lesbarkeit von Bild und Welt auf eine poetische Weise anhand von eigenen analogen Schwarz-Weiss Fotografien. Im analogen Labor erlernen wir Filme zu entwickeln, Abzüge zu erstellen, zu experimentieren und mit der analogen Kamera unsere Welt zu betrachten.


Stadt als Beute

Matthias Wermke

In erster Linie wird den Studierenden ein Gefühl für den eigenen Körper im Bezug auf seine Umwelt (Raum und Architektur) vermittelt. Parallel dazu widmen wir uns dem Körper als Werkzeug des Künstlers. Das eigene Handeln wird zum Ausdrucksmittel. Wir versuchen gemeinsam zu erarbeiten, welche Qualitäten öffentliche Räume haben und wie sich künstlerische Arbeiten dort von solchen in klassischen Ausstellungsräumen unterscheiden. Auch Fitness wird eine Rolle spielen, und wir versuchen durch individuelle Übungen, die eigene Körperwahrnehmung, Motorik und Ausdauer über den Zeitraum des Semesters zu steigern. Gemeinsam betrachten wir die Schnittstellen zwischen Kunst und Sport und beleuchten den Begriff des Artisten. Bei Stadtbegehungen und Ausstellungsbesuchen in Zürich werden öffentliche Räume auf ihre Funktion und ihr künstlerisches Potential hin erforscht.


Wahlfächer

Künstlerisches Denken und Handeln

Tobias Becker
Donnerstag, zweiwöchentlich, 15:00–19:00 Uhr

Anhand diverser künstlerischer Positionen, die sich auf eigenwillige und oft poetische Weise mit Architekturen, Räumen und Zeit(en) auseinandersetzen, diskutieren wir in diesem Seminar inwieweit unsere Sichtweisen auf urbane und natürliche Umgebungen wahrnehmungs- psychologisch bzw. kulturell präformiert sind. Vor diesem Hintergrund entwickeln wir in der Gruppe eigene experimentelle Handlungsfelder und künstlerische Aktionen, die unsere gewohnte Raum- und Zeitwahrnehmung performativ herausfordern und neue Perspektiven auf unsere Umgebung erschliessen.


Zweckfreie Räume – Intervention und Performance

Matthias Wermke
Donnerstag, zweiwöchentlich, 15:00–19:00 Uhr, HCI E 8

„I am making art.“ - John Baldessari (1971)

Wir nehmen diese Behauptung Baldessaris zum Ausgangspunkt des Seminars.
Wenn Baldessari Kunst macht, machen wir das auch! Gemeinsam schauen wir uns ausgewählte Arbeiten unterschiedlicher Künstler/innen an und kommen darüber ins Gespräch. Wie lassen sich Interventionen und Performances konzipieren, ausführen und festhalten? Was braucht es, um zu einer eigenen künstlerischen Arbeit zu kommen? Wie können wir den Sachzwängen des Alltags entfliehen und uns konkret der Kunst zuwenden? Das Seminar schafft Angebote und versteht sich als Diskussionsraum und Experimentierfeld. Gemeinsam schaffen wir Situationen, die ihre ganz eigenen Qualitäten entwickeln und unsere Gewohnheiten in Frage stellen. Ziel ist es, eine eigenständige künstlerische Arbeit zu motivieren.


Fotografie

Ester VonplonDonnerstag, zweiwöchentlich, 15:00–19:00 Uhr, HIF B 44.1

«Wer diese Bilder nicht mag, mag auch keine Gedichte.»

Das Zitat stammt von Jack Kerouac als Einleitung zu dem erfolgreichsten Fotobuch - Robert Frank "the americans" von 1958.
Dieses Wahlfachseminar handelt von der analogen Schwarz-Weiss Fotografie. Wir widmen dem Inhalt von fotografischen Arbeiten viel Zeit und lernen, anhand von eigenen fotografischen Arbeiten, eine eigene Geschichte zu erzählen und konzeptionell auszuarbeiten. Neben der praktischen Arbeit in der Dunkelkammer - Grundlage in analoger Fototechnik (fotografieren, Filme entwickeln, Abzüge erstellen) - betrachten wir Arbeitsmethoden und Techniken von künstlerischen Positionen in der Fotografie. Das Seminar handelt von der Fähigkeit, Fotografien sprechen zu lassen - Gedichte zu kreieren ohne Worte.


Freies Zeichnen

Maude Léonard-Contant
Montag, 11:00–13:00 Uhr, HPT C 103

Let’s draw!

Und zwar: unterwegs, komplexlos, mehrhändig, lässig, täglich …

Mit der Idee, uns zu reprogrammieren. Um den Umfang unserer Komfortzonen zu erkunden. Um vielseitig zu werden und, dadurch, immer spezifischer. Um unsere Vorstellungen von Virtuosität zu überdenken und Zufälle – unsere Verbündeten – willkommen zu heissen.
Um unsere Umgebungen anders wahrzunehmen: kommen wir aus den „Wälder von Symbolen“ heraus und betrachten wir die Sachen für was sie auch sind – Massen, Formen, Kontraste, Präsenzen. Und mit diesen Sachen eine gewisse Intimität zu entwickeln. Steht ebenfalls auf dem Programm: Zeichnung als Seelenklempnerei und Ort der endlosen Entdeckungen. Zeichnen als Möglichkeit, uns von unseren Ticks zu befreien. Als Versuch, sich von bestimmten Sujets prägen zu lassen, um sie nie zu vergessen - oder einfach mal zeichnend zu vergessen, auf unsere Handys zu gucken. Und vor allem: planlos zu zeichnen.


3D Scanning and Freeform Modeling

Adi Grüninger
Montag, 13:00–14:30 Uhr

An der Professur für Architektur und Kunst entwickeln wir experimentell Methoden, mit denen Räume dreidimensional – als Bild und als modellhaftes Objekt – wiedergegeben werden können. Neuerungen im Abbilden sind uns dabei ebenso wichtig wie neuartige Formen der Darstellung. Die Technologien des Raumscannens und des farbigen 3D-Drucks werden dabei kombiniert. Der Scanner vermisst den Raumkörper und erstellt in einem separaten Arbeitsgang zweidimensionale fotografische Bilder. Die beiden grundverschiedenen Bildinformationen werden erst im Anschluss in Beziehung gesetzt. Es entsteht eine Datei aus Punkten, bei der jeder Punkt eine Raumkoordinate, einen Farbwert und diverse im Hintergrund verbleibende Metadaten enthält. Sie zeigt die zu einem spezifischen Raum gehörigen Informationen in allen drei Dimensionen und mit allen wahrnehmbaren Lichtwerten. Für die Darstellung werden die Daten so umgewandelt, dass sie als dreidimensionale farbige Gipskörper im verkleinerten Maßstab ausgedruckt werden können.

Voraussetzungen/Besonderes:
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.
Gute Kenntnisse von Windows-Betriebssystemen sind Voraussetzung. Anmeldung für die Teilnahme am Seminar in Absprache mit dem Dozenten: Adi Grüninger


Begleitfach Kunst

Zielsetzung


Die Kunst ist der Bereich, in dem Wahrnehmungs- und Begriffsrealitäten immer neu erzeugt werden. Diese Form des Wissens, welche die Kunst hervorbringt, kommt im Begleitfach zur Anwendung. Der Entwurfstätigkeit werden künstlerisches Denken und Handeln zur Seite gestellt. Im Dialog der Methoden von Architektur und Kunst soll insbesondere das jeweilige konzeptuelle Vorgehen präzisiert werden. Zudem wird Wert darauf gelegt, dem Entwurfsergebnis durch künstlerische Mittel Ausdruck zu verleihen.

Leistungen


Diese methodischen Reflexionen fliessen integriert in den Entwurf ein. Eine zusätzliche Abgabe wird nicht verlangt. Jedem einzelnen Schritt des Entwurfs, von der Ideenfindung über die Detaillierung bis zur Darstellung, soll jedoch ein selbstbewusst gestalteter und nachvollziehbarer Arbeitsprozess zu Grunde liegen. Dazu gehört auch die produktive Nutzung intensiver Arbeitsgespräche und Kritiken. Ein konsequent durchdachter Arbeitsprozess ist die Bedingung für eine eigenständige Abgabe, auf die das Begleitfach Architektur und Kunst mit Bedacht einwirkt.
Teilnahmebedingungen: Sämtliche Diplomanden können das Begleitfach belegen.

Termine


Die Arbeitsgespräche sowie die Teilnahme an den Kritiken erfolgen in Absprache mit den Diplomanden und den jeweiligen Professuren.

Zilla Leutenegger

Achim Mohné


Forschung

Interdisziplinäre Forschungsarbeit

An der Professur für Architektur und Kunst entwickeln wir experimentell Methoden, mit denen Räume und deren Atmosphären, Gegenstände und Personen dreidimensional erfasst und dargestellt werden können. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Instituten und Universitäten ist ein wichtiger Bestandteil der Forschungsarbeit und trägt massgebend zur Weiterentwicklung der Technologien bei. Durch die konkrete Auseinandersetzung mit diversen proprietären und hauseignen digitalen Instrumenten ergänzen wir das Know-How an der ETH Zürich im Bereich der digitalen Produktion und der Wissenschaftsforschung in Architektur und Kunst.

Adi Grüninger


Gips – seine Formen

26. Juli 2015 – 18. Oktober 2015

Im Werkstoffarchiv in St. Gallen wird die Ausstellung «Gips – seine Formen» gezeigt. Die Präsentation zeigt Gips in seinen Varietäten als Material und in seiner Verwendung als Werkstoff im Formenbau. Die Anwendung von Gips erfährt durch den Einsatz als Material im 3D-Druck eine Erweiterung. Um diesen neuen Einsatzbereich in der Ausstellung zu integrieren, wurden zwei aktuelle Ergebnisse unserer Forschung mit aufgenommen, der Hybrid- und der Classic-3D-Druck des orangefarbenen Aufzugs.

SITTERWERK
Sittertalstrasse 34
CH-9014 St.Gallen
+41 71 278 87 09
post[at]sitterwerk.ch
sitterwerk.ch


Porträt der Installation "Raum in Rötelkreide"

26. November 2015
Präsentation zur Vernissage

Die Ausstellung "Raum in Rötelkreide" von Karin Sander macht Vorhandenes, aber bis dahin Verborgenes im Ausstellungsraum sichtbar. Der Raum wurde an den Wänden und an der Gewölbedecke mit Rötelkreide schraffiert. Die Spuren der Benutzung und der Vergangenheit: Nagellöcher, Ausbesserungen, Restaurationen werden sichtbar. Diese Rauminstallation wurde mit dem Scanner dreidimensional dokumentiert und als Negativvolumen mit positiven Farbdaten als von uns sogenannter "Hybrid" gedruckt. Die Fotografie wird anlässlich der Vernissage der Ausstellung in Ingolstadt präsentiert.

Gallerie Tongewölbe T25
slg-wittmann.de


Werkstattgespräch 01

27. Mai 2015
Dachterrasse HIL

In der ersten Jahreshälfte 2015 haben wir die technischen und materiellen Grundbedingungen der Darstellung der 3D-Raumscans als ausgedruckte 3D-Fotografien untersucht. Hierfür haben wir nicht nur die Workflows genau untersucht, sondern insbesondere den Aspekt der Postproduktion bei der Vorbereitung der Druckbarkeit von Raumdaten thematisiert. Diese Versuchsreihen wurde am Beispiel der orangenen Aufzüge im HIL erstellt. Es lassen sich vier Druckvarianten unterschieden, wie eine Punktwolke mithilfe eines 3D-Gipsdruckers als 3D-Fotografie erstellt werden kann. Drei der vier Druckvarianten zeigen die Innenräume als Positiv. Hierfür werden die Wände auf unterschiedliche Weise künstlich verstärkt. Einmal durch das Umbauen des Innenraums mit dem ungefärbten Gipsmaterial (Arbeitsname: "Classic"). Oder die Raum- und Farbdaten werden durch eine Programmanwendung vervielfältigt, das kann nach innen ("Dorian Gray") oder nach aussen("Marge") ausgerichtet angewandt werden. Als vierte Variante haben wir die Datenform verfolgt, bei der der Raum als Negativvolumen gedruckt wird, zugleich aber positive Farbdaten aufweist. Das Material wird dabei nach innen verstärkt, so dass der gesamte Raum einschliesslich der Decke gezeigt werden kann. Dieser Ansatz, wir nennen ihn wegen der negativen Form- und der positiven Farbdaten "Hybrid", erscheint uns am vielversprechendsten, was in der anschliessenden Diskussion durch Karin Sander, Clemens Krümmel und weitere Gästen bestätigt wurde.


Präsentation zur 3D-Fotografie

Als Beitrag zur Jahresausstellung des Departments hat die Professur Sander die 2014 erarbeiteten Ergebnisse der Forschungsgruppe präsentiert. Gezeigt wurden verschiedene Ansätze, wie die 3D-Technologie im Darstellungszusammenhang von Architektur und Kunst angewandt werden kann. Ausgangspunkt für die künstlerisch-technischen Interventionen waren reale Entwurfs- und Bauzusammenhänge von zeitgenössischen Architektinnen und Architekten. Es wurden Projekte gezeigt, die in Zusammenarbeit mit Sauerbruch Hutton, Christian Kerez, Arno Brandlhuber und Gramazio Kohler entstanden sind.


3D-Fotografie eines Raumexperiments

Juli/August 2014

Eine Forschungsgruppe des Lehrstuhls von Gramazio & Kohler hat im Sommer 2014 im Sitterwerk in St. Gallen einen neuen Ansatz in der Praxis erprobt. Ein Industrieroboter hat Lehmklumpen zur Bildung von sich gegenseitig stabilisierenden Wänden gezielt in den Raum geworfen. Der Wurfprozess wurde durch die Rückkopplung mit einem 3D-Scanner immer neu angepasst. Die entstehenden Lehmwände konnten bis knapp über Kopfhöhe gestapelt werden. Das Formergebnis, die entstandene Lehmstruktur, wurde dreidimensional vermessen und im Massstab 1:20 ausgedruckt.


3D-Fotografie eines Büros mit 1:1-Modell

April/Mai 2014

Christian Kerez hatte mit seinem Team Anfang 2014 in seinem Atelier ein Modell im Massstab 1:1 aufgebaut. Es zeigte drei Räume eines in Planung befindlichen Wohngebäudes. Anhand dieses Modells sollte die räumliche Qualität der geplanten runden Räume exemplarisch überprüft werden. Dadurch ergab sich eine in vielfacher Hinsicht besondere Situation im Büro. Das geschrumpfte Büro und das Modell bildeten einen starken Kontrast.
Diese aus vielen Teilräumen bestehende Situation wurde mit einem Faro-Scanner vermessen und fotografiert und anschliessend als dreidimensionales, farbiges Gipsmodell gedruckt. Die Decke wurde nicht mitgedruckt, um das Modell einsehen zu können. Da die Punktwolke für sich genommen noch nicht druckbar wäre, mussten die Daten aufgedickt werden. Dabei kommt es zur Verfremdung der Farbwerte und der Verschleifung der Rauminformationen.


Seminarwoche

Berlin Walks

17.03.2019 – 22.03.2019

Picturing NYC

20.10.2018 – 27.10.2018

Perspektivisches Zeichnen

23.10.2017 – 27.10.2017, Zürich

360° Berlin

20.03.2017 – 24.03.2017, Berlin

Picturing Iceland

22.10.2016 – 29.10.2016, Island

Berlin glasklar

13.03.2016 – 20.03.2016, Berlin

Perspektivisches Zeichnen

14.03.2016 – 18.03.2016, Zürich

Rom

15.03.2015 – 22.03.2015, Rom

Rom unter der Lupe

18.10.2015 – 24.10.2015, Rom

look left look right

19.10.2014 – 26.10.2014, London

Landscaping

17.03.2014 – 21.03.2014, Alpenhof Oberegg

So wird's gemacht - räumliches Zeichnen 1

22.10.2012 – 28.10.2012, Zürich

off the tracks

18.03.2012 – 25.03.2012, New York City

A Walk Around The Block

17.03.2011 – 21.03.2011, New York City

So wird's gemacht - Zeichnen

20.03.2011 – 26.03.2011, Berlin

Die Produktions- und Repräsentationsbedingungen von bildender Kunst in Zürich

22.03.2010 – 26.03.2010, Zürich

Zwischen Eis und Feuer: Landschaft, Architektur und Kunst

21.03.2012 – 29.03.2012, Island

Projektwoche in Berlin

27.10.2012 – 03.11.2007, Berlin



Team

Zilla Leutenegger

*1968 in Zürich. Lebt und arbeitet in Zürich.
Zilla Leutenegger studierte an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 1996 zeigt sie ihre Arbeit regelmässig im Rahmen von Einzel- und Gruppenausstellungen in Institutionen im In- und Ausland. Mehr als zehn Monographien und Künstlerkataloge über das Werk von Zilla Leutenegger sind bis heute erschienen. Seit 1998 wird sie von der Galerie Peter Kilchmann in Zürich und der Galerie Stampa in Basel vertreten.
www.zilla.ch


Tobias Becker

*1979, studierte Freie Kunst/Bildhauerei (Diplom) an der Weissensee Kunsthochschule Berlin und der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem sowie Visual and Media Anthropology (MA) an der Freien Universität Berlin. Fünfjährige Tätigkeit als freischaffender Bühnenbildner u.a. am Deutschen Nationaltheater Weimar, bei Theater Total in Bochum sowie an der Ruhrtriennale 2009 und 2010. Von 2010–2013 war Tobias Becker wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der FU Berlin und Programmkoordinator des Masterstudiengangs Visual and Media Anthropology. Seit 2013 ist er Dozent am Lehrstuhl für Architektur und Kunst an der ETH Zürich und erhielt 2018/2019 einen Lehrauftrag im Masterstudiengang Art and Education an der Zürcher Hochschule der Künste.


Heiner Franzen

*1961 in Papenburg, ist ein in Berlin lebender Zeichner und Videokünstler. Nach zwei Jahren an der HfK Bremen absolvierte er sein Studium 1993 an der Hochschule der Künste Berlin. Er verarbeitet kollektive Erinnerungen aus dem Alltag: Teenagererlebnisse, Kinobesuche, Werbung, Sport, Medizin usw. und setzt sie in große Zeichen- und Video-Installationen wie zuletzt im Haus am Lützowplatz Berlin und auf der Manifesta Palermo. Gastprofessuren an der Weissensee Kunsthochschule Berlin sowie der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.
www.heinerfranzen.de


Maude Léonard-Contant

1979 in Joliette, Kanada, lebt und arbeitet in Basel. Sie erhielt einen BA in 2007 an der Université du Québec à Montréal und einen MA in Fine Arts an der Concordia University und der Glasgow School of Arts in 2012. Ihre Arbeit wurde in den letzten Jahren in zahlreichen Institutionen im In- und Ausland gezeigt, darunter: „The words we live in“, Binz39, Zürich; „Figures“, Terrain, Bern; „Anderer / autre / other Apparatus“, Ausstellungsraum Klingental, Basel; „Beyond the Real“, Kunsthalle Basel; „L“, Darling Foundry, Montreal, „Ghost Flowers“, Herrmann Germann Contemporary, Zürich; Swiss Art Awards (2015, 2016), Basel; „The Rite of Spring“, Tramway, Glasgow; „Palm Plot“, Abrons Arts Center, New York.
www.maudeleonardcontant.com


Thomas Knüsel

*1984 lebt und arbeitet in Zürich. Er studierte Kunst und Medienkunst an der HSLU D&K, und der ZHdK, wo er 2016 er seinen Master in Fine Arts erhielt.
In seinen künstlerischen Arbeiten assembliert er öfter unterschiedlichste Medien, Materialien und Artefakte zu Modellkomplexen. Mit diesen künstlerischen Modelle stellen Fragen zum Verhältnis von subjektiver Wahrnehmung und wissenschaftlicher Gewissheit. Seine Arbeiten sind in verschiedenen nationalen wie internationalen Ausstellungen und Publikationen vertreten. Ausstellungen 2018/19 (Auswahl): "The Luxurious Molecule" (Zürich), "Things - containing information)" (Luzern), "me, myself and I" (Bern), "First Cut" (Essen DE),"Dokumentarismen" (Zürich). 2013 und 2017 erhielt er einen Kunstförderbeitrag vom Kanton Zug.
www.tknusel.ch


Riikka Tauriainen

*1979, lebt in Zürich. Studierte in Tallinn (Estonian Academy of Arts, BA photography), Essen (Folkwang Universität der Künste, communication design), Berlin (Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Freie Kunst / Bildhauerei) und Zürich (Zürcher Hochschule der Künste, MA Fine Arts). In ihren Installationen, Videos und Performances interessiert sich Riikka Tauriainen für Geschichte, postkoloniale Theorien und Genderfragen.
Riikka Tauriainen unterrichtete u.a. an der Zürcher Hochschule der Künste im BA Kunst & Medien. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt, darunter Bâtiment d'art contemporain in Genf, Siemens Sanat in Istanbul, Center for Contemporary Art in Plovdiv Bulgaria, NGbK Berlin, Helmhaus in Zürich. Sie nahm an Biennalen in der Türkei und Kroatien teil, sowie an Artist in Residence Programmen in Genua, Italien oder Anyang, Südkorea. Sie präsentierte ihre neueste Werkgruppe «Hydrocommons» in der Swiss Art Awards in Basel 2019. 
www.riikkatauriainen.net


Achim Mohné

*1964, arbeitet mit Fotografie, zeitbasierten Medien, öffentlicher Intervention, Internet und Sound. Als andauernden Prozess der Befragung von technischen (Still- und Bewegt-) Bildern nutzt er u.a. Drohnen, unterläuft vorhandene Überwachungssysteme oder besetzt parasitär kommerzielle Bilddistributionssysteme, wie Google Earth, deren Satellitenkameras, als Détournement, zum Sender künstlerischer Botschaften zweckentfremdet werden. Lehraufträge und Gastprofessuren an der Kunstakademie Münster, Folkwang Universität der Künste Essen, Indiana University, Bloomington
www.achimmohne.de


Tabea Rothfuchs

*1983; lebt und arbeitet in Basel. Gestaltet seit 10 Jahren Bewegtbild und mediale Szenografien für Theater, Oper und Performance. Engagements unter anderen am Theater Basel, Operhaus Zürich, Schauspielhaus Zürich, Theater an der Wien, Münchener Biennale für neue Musik und Konzerthaus Berlin. Gastspiele in Amman, Jordanien und Kopenhagen, Dänemark. 2006 bis 2009 BA Studium in Basel und Luzern in Animation und Audiovisueller Kommunikation. 2018 bis 2020 MA Studium in Transdisziplinarität ZHdK Zürich. 2015, Vernissage von Emergence, einer interaktiven Installation, Filter IV, Basel. Nominierung von Emergence für PrixArs 2016, ARS Electronica, Linz. 2017 Einladung mit der Volksbühne Basel zur Recherchereise in den Nordirak, Goethe Institut Irak. Lehrt seit 2019 am Lehrstuhl für Architektur und Kunst an der ETH Zürich.
www.tabearothfuchs.ch


Francisco Sierra

*1977 in Santiago de Chile geboren und lebt und arbeitet heute in Cotterd VD. Er ist ausgebildeter Geiger und hat sich die bildende Kunst im Selbststudium erarbeitet. Seine aktuelle künstlerische Praxis hat ihren Schwerpunkt in der Malerei und der Zeichnung, findet aber auch Ausdruck in spartenübergreifenden Projekten mit dem Musikperformance-Kollektiv “Jetpack Bellerive”.
Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt, seine Werke befinden sich in bedeutenden Sammlungen.
www.fsierra.com


Ester Vonplon

*1980 in Schlieren. Lebt und arbeitet in Castrisch. Nach dem Studium der Fotografie in Berlin und dem Master in Kunst, an der zhdk, kehrte sie in die Surselva zurück. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet. U. a. mit dem Manor Kunstpreis, SAC Kunstpreis und 2009 als Schweizer Fotografin des Jahres. Ihre Arbeiten werden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen präsentiert, Bündner Kunstmuseum, Chur, im Kunstmuseum Thun, im Museum Allerheiligen, Schaffhausen, FOAM Amsterdam, FOMU Antwerpen, Centro Centro Madrid, uvm.
www.estervonplon.com


Matthias Wermke

*1978, lebt in Berlin. 2001 – 2005 Studium der Rehabilitationswissenschaften und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin; 2005 – 2011 Studium der Freien Kunst/Bildhauerei an der Weißensee Kunsthochschule Berlin; 2008 – 2009 Studium der Malerei und Bildhauerei an der Marmara-Universität Istanbul; 2011 Diplom Freie Kunst/Bildhauerei an der Kunsthochschule Weißensee Berlin; 2013 Meisterschüler. Seit 2010 regelmässig Ausstellungen im In- und Ausland, zuletzt: DEMO-POLIS – Das Recht auf Öffentlichen Raum, Akademie der Künste, Berlin; Manifesta 11 – what people do for money, Zürich; Ausgezeichnet – Terror Artists, Kunstmuseum Bonn; 3. Berliner Herbstsalon, Maxim-Gorki-Theater Berlin; manipulate the world, Moderna Museet Stockholm; shaping democracy, Museumsquartier Wien; Graffiti, HAM - Helsinki Art Museum.
www.wermke-leinkauf.com


Adi Grüninger

*1978, lebt in den Weiten des Thurgaus und arbeitet in Zürich / St.Gallen.
Lehrte Maschinenzeichner und Fokus Flugzeug-Ingenieur. Danach Studium zum Multimedia Produzent. Arbeitete einige Jahre im Motion Design (Werbeagenturen) und wechselte dann zur Kunstgiesserei St. Gallen, wo er mit der Leitung und des Aufbaus der 3D Werkstatt beauftragt wurde.
 Nach neun Jahren und der Etablierung dieser weltweit anerkannten 3D-Produktionsstätte entschloss er sich, weitere Projekte im Bereich des digitalen Denkens anzugehen, wie z.B. die Gründung von CL-Y.ch oder - in der Lehmann Gruppe - die Digitalisierung von Bauprozessen. Forscht und lehrt seit 2013 an der ETH Zürich und betreut das Wahlfach 3D Scanning & Modeling. Durfte mit folgenden Künstlen zusammenarbeiten: Fischli Weiss, Urs Fischer, Katharina Fritsch, Paul McCarthy, Xu Zhen, Zeng Fanzhi, Elmgreen & Dragset, Robert Indiana, Isa Genzken, Subodh Gupta u.s.w. Oder Arbeiten für folgende Architekten ausführen:
 Christian Kerez (Incidental Space Biennale 2016), Diener & Diener, Romero Schäfle
www.skane.ch


Daniel Lütolf

*1980, lebt und arbeitet in Zürich. 1997 - 2001 Hochbauzeichner in Zürich, 2004 - 2010 Studium an der ETH mit Abschluss MSc ETH Architektur.
Ab 2010 sechs Jahre Kunstproduzent bei Urs Fischer in New York und Zürich. Ab 2017 Gründung der 3D Kunstproduktions Firma CL-Y GmbH, die mit Künstler und Architekten wie Sebastian Utzni, Christian Kerez, Elmgreen & Dragset, Urs Fischer, Alex Hanimann zusammenarbeitet.
Seit 2016 forscht und lehrt er an der ETH und unterrichtet die Wahlfächer 3D scanning & modeling und 360º from reality to virtuality.
Seit 2012 Mitglied des Kunstkollektiv CKÖ mit Ausstellungen in Zürich, Bern, Luzern, Berlin, Venedig, New York, Los Angeles, San Francisco.
www.ckoe.ch


Ausstellungen

PICTURING NEW YORK

Seminarreise HS18
Eröffnung: 17. Dezember 2018 um 18:00 Uhr

Die Teilnehmer unserer letzten New York Reise präsentieren in Kontakt und Einzelbild ihre Eindrücke der niemals schlafenden Stadt. Auf regelmässigen Walks durch den "Big Apple" entstanden visuelle Tagebucheinträge der einzelnen Mitreisenden ganz im Sinne der grossen Meister der Strassenfotografie.

VERWANDLUNGEN, VERWANDTSCHAFTEN

von Frédéric Dedelley
Eröffnung: 07. November 2018 um 17:00 Uhr

DON'T WON'T

von Jürgen Mayer H

Orientierung, beziehungsweise das damit verbundene Handeln, sind psychologische Impulse, die unser Alltag durch stetig zu treffende Entscheidungen – mehr oder weniger bewusst – beeinflussen, diesen einteilen, vorantreiben oder verzögern. Die Fähigkeit, sich zu orientieren, ist eine überlebensnotwendige Eigenschaft: einerseits um sich als Individuum in sozialen Strukturen und Medien, kurz in der Gesellschaft, zurechtzufinden und sich selbst in ihr zu positionieren. Andererseits um räumliche Zusammenhänge zu erkennen und in ihnen das gewünschte Ziel erreichen zu können. Eine entsprechend große Bedeutung bei der Orientierung spielen neben einer gelungen Signaletik die immer wiederkehrenden Symbole und Zeichen, welche uns erziehen und prägen.

CAMERA OBSCURA

Wahlfach Arbeit „Fotografie"
Eröffnung: 04. Oktober 2017 um 18:00 Uhr

René Frey und Silvan Gröbly beleuchten mit einer selbstgebauten Camera Obscura direkt auf ein 130 x 190 cm grosses Fotopapier, das sie im Labor entwickeln. Mit diesem kleinen mobilen -Haus- als Fotoapparat suchen sie nach sich verändernden Raumsituationen und reagieren -analog- und fotografisch auf den prozesshaften Umbau der Stadt.

KARTENRAUM

von Heiner Franzen
Eröffnung: 01. November 2017 um 18:00 Uhr

Heiner Franzen zeigt eine Wandzeichnung über Motive aus seiner gleichnamigen Zeichenperformance am S-Bahnhof Wannsee, eine cartoonistische Übersetzung des Kleisttextes -Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden.

SELF-CONTAINED / MOBILE ARCHITEKTUR

über die Architektur nomadisierender Völker des Rift Valley Ostafrikas
Eröffnung: 03. April 2017 um 18:00 Uhr

Ausstellungseröffnung mit Apéro und einem Gespräch mit Winfried Bullinger + Karin Sander, MARIA HIL F 48, ETH Zürich, Hönggerberg

Self-Contained ist eine Ausstellung über die Architektur nomadisierender Völker des Rift Valley Ostafrikas. Winfried Bullinger (*1965) zeigt mit seiner sachlich angelegten Bildserie Bauwerke der Beja, der Afar, der Karamojong, der Turkana, der Nyangatom, der Hadza und anderer Völker. In seinem Focus stehen die abstrakte Qualität der portraitierten Bauwerke. Auf den Bildern sind keine Bewohner zu sehen. Es ergibt sich jedoch eine Erzählung über die abwesenden Personen, die ihre Kraft auch aus der überaschenden Vielfalt an gefundenen Gegenständen zieht. (WB)

Bild: Nahrungsspeicher, Karamojong, Kotido District (Nordost Uganda) 2013

PICTURING ICELAND

von der Seminarreise nach Island
Eröffnung: 20. Februar 2017 um 18:30 Uhr

ITSELF

von Ayse Erkmen
Eröffnung: 28. November 2016 um 18:00 Uhr

OSWALD MATHIAS UNGERS

von Oswald Mathias Ungers
Eröffnung: 31. Oktober 2016 um 18:00 Uhr

Der Architekt O.M. Ungers hat im Laufe seines Lebens Pigmente gesammelt. Farben, die er, wenn er einmal Zeit gehabt hätte, auf eine weisse Leinwand auftragen wollte, um damit ein monochromes Bild zu malen. Zur Ausführung des Werkes ist es nie gekommen – vielleicht aber war das Konzept die Vorstellung und die Sammlung der Pigmente bereits die Arbeit. Ausgestellt wird diese Pigmentsammlung zusammen mit weissen Leinwänden.

MIT DEM STEIN ARBEITEN

von Xiaopeng Zhou
Eröffnung: 02. März 2015 um 18:00 Uhr

MEGACITIES

von Michael Glawogger
Eröffnung: 30. März 2015 um 18:00 Uhr

Der Film MEGACITIES sowie UNTITLED wird vorgestellt von der Schriftstellerin Eva Menasse.

THE IMPERATIVE OF THE GLOBAL DÉRIVE

von Alfredo Brillembourg & Hubert Klumpner
mit Daniel Schwartz
Eröffnung: 04.05.2015 um 18:00 Uhr

ASAP

von Andreas Uebele
Eröffnung: 01.12.2014 um 18:00 Uhr

as above so below as roma as told by ginger as seen on tv as soon as possible.
andreas uebele grafische arbeiten:
vernissage am 1. dezember um 18.00 uhr mit einem gespräch zwischen karin sander und andreas uebele.
as I lay dying as soon as I saw you I knew an adventure as good as it gets as the bell rings as you wish as soon as I get home pants off.

Impressum

Lehrstuhl für
Architektur und Kunst
Professur Karin Sander

ETH Zürich, D-ARCH

Stefano-Franscini-Platz 5
8093 Zürich Hönggerberg
Raum HIL F 48
Tel. +41 44 633 28 42

Verantwortung / Copyright für sämtliche Inhalte der Website liegt bei der Prof. Karin Sander.

Basisjahr, Wahlfächer
Tobias Becker

Diplom/Master
Zilla Leutenegger

Forschung
Adi Grüninger

Sekretariat
Sibylle Novello