Professur Karin Sander Architektur und Kunst Professor Karin Sander Architecture and Art

Professur für Architektur und Kunst

Der Begriff „Kunst“ bezeichnet heute nicht mehr primär die Fähigkeit, Kunstwerke im Sinne dinglicher Artefakte herzustellen, er bezieht sich vor allem auf eine Methode zur Generierung komplexer Bedeutungen ausserhalb normierbarer Standards. Aufgrund ihrer subjektiven Wurzel erfordert die Auseinandersetzung mit Kunst in besonderem Mass die Ausbildung kritischer, das heisst den Kunstbegriff permanent mitreflektierender Kompetenzen.
Entsprechend ist das Lehrprogramm im ersten Jahr darauf abgestimmt, Kunst als eine sowohl formal (technisch) wie inhaltlich ungesicherte, gleichwohl aber qualitativ überprüfbare Tätigkeit zu vermitteln. Das Verhältnis von Kunst zur Architektur bestimmt sich nicht nur nach dem, was die eine Disziplin der anderen an speziellen praktischen Fertigkeiten, an „skills“, zu bieten hat, sondern auch nach dem, was ihre produktive Spannung ausmacht. Nicht die Schnittmenge zwischen Kunst und Architektur ist das Interessante, sondern der Schnitt selbst. Dazu zählt das Zweifeln an schnellen Lösungen, das Denken um Ecken, der unverstellte Blick auf die Dinge, die konzeptuelle Geradlinigkeit, auch da, wo die Kunst irrational und dysfunktional erscheint. Dazu gehört aber auch eine besondere Sensibilität für den Kontext, für den Ort im Verhältnis zu seiner Umgebung, und zwar sowohl in einem ästhetischen wie auch politischen und historischen Sinn: Hierzu bedarf es aber vor allem eines entwickelten Gespürs für die ästhetische, kulturelle und politische Verfasstheit der Gegenwart.
Die Tatsache, dass der Unterricht von aktiven Künstler/innen geleistet wird, beruht auf der Überzeugung, dass künstlerisches Denken und Handeln nur dann authentisch vermittelt werden können, wenn die Lehrperson selbst in eine künstlerische Suchbewegung verstrickt ist. Die Vermittlung künstlerischer Strategien soll dazu befähigen, auf Lösungen zu kommen, die auf andere Weise nicht zu erreichen sind. Der Weg dorthin muss stufenweise vermittelt werden, denn Kunst ist nicht das, was man auf die Schnelle von ihr simulieren kann, sondern das, was sich der Simulierbarkeit gerade entzieht.

Inhalt und Ziele

Die Kunstlehre im Rahmen des Architekturstudiums an der ETH Zürich stellt das künstlerische Denken und Arbeiten in den Mittelpunkt. Dabei werden im ersten Studienjahr grundlegende Fähigkeiten in der Wahrnehmungs- und Bildkompetenz vermittelt. Neben den klassischen Bildmedien wie Zeichnung, Malerei, Fotografie, Video, Skulptur oder Installation wird das Spektrum um die so genannten Neuen Medien, um digitale und netzbasierte sowie performative Techniken erweitert. Unterschiedliche künstlerische Strategien und der Umgang mit Materialien und Techniken werden in den Gruppen vorgestellt und praktisch erprobt. Durch kunst- und erkenntnistheoretische Auseinandersetzungen werden Wahrnehmung, Ausdrucksfähigkeit und ästhetisches Urteilsvermögen geschärft, was letztlich zu einem tieferen Verständnis künstlerischer Konzepte und transdisziplinärer ästhetischer Strategien führt, wie sie die zeitgenössische Kunst und Architektur prägen.

Tages- / Semester­programm

Der Mittwoch beginnt mit Vorträgen und Gesprächen, die in ihrem inhaltlichen Zusammenspiel auf zwei Semester angelegt sind und einen Horizont aufspannen, vor dem zentrale Begriffe der Architektur und Kunst an Kontur gewinnen. Inhalt der Vorlesung ist die Vermittlung von Grundlagen des künstlerischen Denkens und Handelns im Sinne einer Schulung des eigenen Wahrnehmungs-, Vorstellungs- und Ausdrucksvermögens, jeweils festgemacht an Beispielen zeitgenössischer künstlerischer Positionen. Vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Kunst- und Architekurdiskurses, in dem die Frage nach dem Verhältnis von Kunst und öffentlichem Raum eine bedeutende Rolle spielt, wird das Zusammenspiel zwischen künstlerischen und gesellschaftlichen Handelns kritisch reflektiert, insbesondere hinsichtlich einer Neubestimmung des Verhältnisses von Kunst und Architektur, um so eine vertiefte Einsicht in die Besonderheit kreativer sowie spezifisch künstlerischer Prozesse bei der Gestaltung von Wirklichkeit zu ermöglichen..

Das freie und perspektivische Zeichnen im ersten und zweiten Semester versteht sich als praktische Einweisung in das Grenzland zwischen Handwerk, Beobachtung, Aufzeichnung, und künstlerischer Reflexion. Die Herausforderungen werden im Laufe der beiden Semester auf unterschiedliche Aspekte des Zeichnens ausgeweitet und sind Anregungen für das eigene Zeichnen und die Ausbildung künstlerischer Kriterien.

In der Gruppenarbeit im ersten Semester soll - repräsentiert durch die unterschiedlichen Kompetenzen der Lehrenden - ein breites Themenspektrum vor Augen geführt werden, sodass sich die Studierenden an einer Vielfalt künstlerischer Positionen orientieren können. Jede Gruppe durchläuft im ersten Semester einen Parcours vorgestellter künstlerischer Strategien und Ausdrucksmöglichkeiten, die dann im darauffolgenden Semester an eigenen Projekten praktisch erprobt und vertieft werden .Im Vordergrund steht dabei die individuelle Förderung eigener künstlerischer Ideen. Die spezielle Verunsicherung, die entsteht, wenn sich während des künstlerischen Arbeitens alltägliche Vertrautheiten auflösen, ist für die eigene Entwicklung unabdingbar; sie nicht nur aushalten, sondern produktiv machen zu können, gehört zu den wichtigsten Aufgaben dieses zweiten Semesters. Im Lauf des ersten Studienjahres werden die Studierenden so zunehmend zu Akteuren. Da das eigene Tun in der Kunst durch nichts ersetzt werden kann, wird der praktischen künstlerischen Arbeit in den Gruppen möglichst viel Raum gegeben und damit die Grundlage für vielfältige eigene Entdeckungen geschaffen. Dabei wird den Studierenden ein Bewusstsein für die Vielzahl an Arbeitsmöglichkeiten in Bezug auf die selbst gestellten Themen und Aufgaben vermittelt, sodass sie sich mit der Realisierung eigener Projekte unabhängig und kritisch positionieren können.

Im ersten Studienjahr der Architektur ist die künstlerische Ausbildung neben Entwurf und Konstruktion ein eigenständig zählendes Fach, das mit Semesternoten abgeschlossen wird.

Studienbegleitende Wahlfächer und Diplom/Master

Ab dem zweiten Studienjahr bis zum Diplom werden die künstlerischen Wahl- und Begleitfächer je nach Interessen der Studierenden freiwillig belegt. (3D Scanning und Freeform Modelling, Künstlerisches Denken und Handeln, Fotografie, Intervention und Performance, 360Grad – Reality to Virtuality, freies Zeichnen) Der Lehrstuhl Architektur und Kunst hat derzeit sieben Wahl- und Begleitfächer. Der Entwurfstätigkeit im Diplom /Master wird das künstlerische Denken und Arbeiten zur Seite gestellt. Im Dialog der Methoden von Architektur und Kunst wird insbesondere das konzeptuelle Vorgehen präzisiert. Die methodischen Reflexionen fliessen integriert in den Entwurf ein. Für jeden Schritt des Entwurfs wird ein systematisches Vorgehen von der Ideenfindung über die Detaillierung bis zur Darstellung erwartet und kann auf vielfältige Art und Weise zum Ergebnis des Entwurfes beitragen.

Forschung

Experimentelle Methoden, mit denen Räume und deren Atmosphären, Gegenstände und Personen dreidimensional erfasst, dargestellt und gebaut werden können, ist Thema einer Forschungsgruppe aus Lehrenden und Studierenden am Lehrstuhl für Architektur und Kunst, die sich zu einem wichtigen Faktor in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Instituten und Universitäten entwickelt hat und zur Forschung der 3D Technologie beiträgt.

Beim selbstständigen, künstlerischen Arbeiten an eigenen Projekten, das sowohl für das Basisjahr als auch für die höheren Semester einen wichtigen Bestandteil des Lehrprogramms darstellt, steht immer das künstlerische Denken und Handeln im Vordergrund, im Unterschied zu einer rein visuell orientierten Gestaltungslehre. Es geht also nicht primär darum, “Techniken” oder „Fertigkeiten“ zu vermitteln, sondern die damit verbundenen Haltungen ins Bewusstsein zu rücken.

Chair of Architecture and Art

Today the term "art" no longer primarily designates the ability to create works of art in the sense of material artefacts but rather a method of generating complex meanings outside of established norms. Because it is rooted in subjectivity, engaging with art demands above all the cultivation of critical faculties capable of permanent reflection on the nature of art.

The first-year curriculum at the ETH thus aims at teaching art as an activity that lacks secure formal (technical) and contentual parameters but is nevertheless qualitatively assessable. The relationship between art and architecture is determined not only by what the one has to offer the other in terms of so-called "practical skills" but also by the creative tension existing between the two. What is interesting is not the degree to which art and architecture intersect but the nature of that intersection itself. This approach entails being sceptical of quick solutions, thinking outside the box, looking steadily at the world, and striving for conceptual straightforwardness, even when art appears to be irrational and dysfunctional. But it also involves an especial sensitivity to context—to location in relation to surroundings—in an aesthetic, political, as well as historical sense. It involves above all a well-developed awareness of contemporary aesthetics, culture and politics.

The program is taught by practising artists, reflecting a conviction that artistic thinking and activity can only be authentically communicated if the teachers are themselves engaged in creative pursuits. Mastering creative strategies enables one to achieve solutions unattainable by any other means. It is a journey that must be taken one step at a time, for art consists not in what can be quickly simulated but precisely in what escapes simulation.

Content and Goals

Art teaching within the architecture curriculum at the ETH focuses on creative thinking and praxis. In the first year, the emphasis is on basic cognitive and visual skills. Together with classic visual media such as drawing, painting, photography, video, sculpture, and installation, the spectrum embraces the so-called new media including digital, network-based, and performative technologies. A wide range of artistic strategies using different materials and techniques is presented and practiced in group work. Discussions on art theory and epistemology help students to develop their perceptive and expressive skills and powers of aesthetic judgement, thus gaining a deeper understanding of the artistic concepts and transdisciplinary aesthetic strategies employed in contemporary art and architecture.

Daily and Semester Programme

Wednesdays begin with presentations and discussions whose content is designed to take up two semesters, opening up perspectives against which to outline central concepts of architecture and art. The presentations teach the fundamentals of creative thinking and praxis, honing students’ perceptive, representative, and expressive skills, and underlining these with examples from contemporary positions in art. Taking as our starting point current art and architecture discourse in which the relationship between art and public spaces plays an especially important role, we reflect critically on the interplay of creative and social praxis—in particular with respect to redefining the relationship between art and architecture and thus reaching a better understanding of creative and, specifically, artistic processes in shaping reality.

Free and perspective drawing in the first and second semesters provides a practical introduction to interaction between manual skill, observation, recording, and creative reflection. In the course of the two semesters, the challenges offered students extend over many aspects of drawing, stimulating their own drawing praxis and extending their range of creative criteria.

In the group work in the first semester, a broad spectrum of topics—depending on instructors’ specialities—is offered, allowing students to orient themselves to a wide range of creative positions. In the first semester, each group completes an introductory course in creative and expressive strategies, which in the following semester are practiced and consolidated in students’ own projects. The focus is on encouraging students’ own creative ideas. That special feeling of insecurity which is felt when everyday certainties dissolve while working creatively is indispensable to students’ artistic development. One of the most important challenges of this second semester is not only to face up to this feeling of insecurity but also to turn it to productive use. In the course of this first year, students thus become increasingly proactive. Since nothing can substitute for creative praxis, as much room as possible will be given to such praxis in group work, laying the groundwork for a wide variety of creative discoveries. Students thus gain an understanding of the broad range of strategies available for approaching their self-chosen topics and assignments, allowing them to establish their own independent critical positions as they work on their projects.

In the first year of architecture studies, art education—as do design and construction—counts as a separate subject, completed by awarding of a semester grade.

Study-related electives and diploma/MA

From the second year of studies to completion of the diploma, students may freely select which electives they take based on their interests. (3D Scanning and Freeform Modelling, Creative Thinking and Praxis, Photography, Intervention and Performance, 360 Degrees–from Reality to Virtuality, and Freehand Drawing). The Chair of Architecture and Art currently offers seven electives. Design praxis in the diploma/MA programme is supported by Creative Thinking and Praxis. The dialogue of methodologies in architecture and art focuses in particular on conceptual processes: methodological considerations are integrated directly into the design process. For every step of this process, from the original concept to detailing and realising the design, students are expected to maintain a systematic approach. This can take a number of different forms in leading to realisation of the final product.

Research

A research group consisting of teachers and students at the Chair of Architecture and Art has been experimenting with methods of recording, representing and constructing spaces and their ambiences, objects and people in 3D. The group has evolved to become an significant player in interdisciplinary work with other institutions and universities, making an important contribution to research into 3D technology.

In independent creative work on students’ own projects—an important element of the programme in both the introductory year and higher semesters—the focus is always on creative thinking and praxis, in contrast to purely visually-oriented design teaching. The main thing is thus not to teach “techniques” or “skills” but make students aware of the mind-sets these entail.

Aktuelles Current Events
Vertical Garden at Night

Common Ground

13.11.2019

Gastvortrag
mit Florian Köhl
um 9:30 Uhr
ETH ONA Zeichensaal, Zürich

Robin Hood Gardens

02.10.2019

Gastvortrag und Ausstellungseröffnung
mit Annette Kisling
um 9:30 Uhr/ 18:00 Uhr
ETH ONA Zeichensaal / Maria HIL F Hönggerberg, Zürich

FIRST CONNECTION

31.05.2019

Ausstellung Fiktion und künstlerische Recherche
Vernissage am Freitag, 31. Mai 18 Uhr
Reaktor Kunstraum, Wasserwerkstrasse 13, Zürich

Symposium: Mythen - Bauhäuser - Dogmen

24.05.2019

Podiumsgespräch mit Karin Sander
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, Berlin
www.adk.de

Frozen Gesture - Gesten in der Malerei

18.05.2019

Ausstellung mit Franz Ackermann, Pia Fries, Katharina Grosse, Judy Millar, Gerhard Richter, David Reed und Karin Sander.
18.5.-18.9.2019
Stadthaus, Kunst Museum Winterthur, Museumstrasse 52
www.kmw.ch

Karin Sander @ agps

12.04.2019

Buchpräsentation: Karin Sander. A – Z
um 18:00 Uhr
Zypressenstrasse 71, Zürich

Gastvortrag Roland Roos

10.04.2019

Gastvortrag
ETH ONA Zeichensaal, Zürich

Nora Turato. explained away

27.03.2019

Gastvortrag und Artist Talk
mit Nora Turato und Fabian Flückiger
um 9:30 Uhr
ETH ONA Zeichensaal, Zürich

Berlin Walks

17.03.2019

Seminarwoche
vom 17. bis 22. März 2019
Berlin

Artist Talk

25.02.2019

Karin Sander im Gespräch mit Prof. Dr. Philipp Ursprung
Haus am Waldsee, Berlin
www.hausamwaldsee.de

Deutschlandfunk Kultur

22.02.2019

Karin Sander und Ulrike Timm im Gespräch über Konzeptkunst und ihre derzeitige Ausstellung im Haus am Waldsee in Berlin.
www.deutschlandfunkkultur.de

Common Ground

11.11.2019

Guest lecture and artist talk

with Florian Köhl

at 9:30 a.m.

ETH ONA Zeichensaal, Zürich

Robin Hood Gardens

02.10.2019

Guest lecture and exhibition opening

with Annette Kisling

at 9:30 a.m. / 6:00 pm

ETH ONA Zeichensaal / Maria HIL F Hönggerberg, Zürich

FIRST CONNECTION

31.05.2019

Ausstellung Fiktion und künstlerische Recherche
[Fiction and creative research]
Vernissage: Friday, 31 May 6 p.m
Reaktor Kunstraum, Wasserwerkstrasse 13, Zürich

Symposium: Mythen - Bauhäuser - Dogmen [Symposium: Myths – Bauhauses – Dogma]

24.05.2019

Podium discussion with Karin Sander
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, Berlin
www.adk.de

Frozen Gesture - Gesten in der Malerei [Frozen Gesture - Gestures in Painting]

18.05.2019

Exhibition with Franz Ackermann, Pia Fries, Katharina Grosse, Judy Millar, Gerhard Richter, David Reed, and Karin Sander.
18.5.-18.9.2019
Stadthaus, Kunst Museum Winterthur, Museumstrasse 52
www.kmw.ch

Karin Sander @ agps

12.04.2019

Book presentation: Karin Sander. A – Z

at 6 p.m.
Zypressenstrasse 71, Zürich

Guest Lecture Roland Roos

10.04.2019

Guest Lecture
ETH ONA Zeichensaal, Zürich

Nora Turato. explained away

27.03.2019

Guest lecture and artist talk

with Nora Turato and Fabian Flückiger

at 9:30 a.m.
ETH ONA Zeichensaal, Zürich

Berlin Walks

17.03.2019

Seminar week
from 17 to 22 March 2019
Berlin

Artist Talk

25.02.2019

Karin Sander in conversation with Prof. Dr. Philipp Ursprung
Haus am Waldsee, Berlin
www.hausamwaldsee.de

Deutschlandfunk Kultur [German Public Radio – Culture]

22.02.2019

Karin Sander and Ulrike Timm talk about concept art and her current exhibition in the Haus am Waldsee in Berlin.
www.deutschlandfunkkultur.de

Basisjahr Introductory Year

Architektur und Kunst I + II

Im gemeinsamen «Denken und Sprechen über Kunst» werden relevante zeitgenössische Diskurse aufgegriffen und auf ihre Potenziale mit Blick auf Architektur und Kunst thematisiert. Dieses Vorgehen verlangt experimentelle Formen der Kommunikation und des individuellen Positionierens. Es geht dabei insbesondere um «Sprache» als Werkzeug des Verstehens und künstlerischen Agierens, um die eigene Urteils- und Ausdruckskraft zu entwickeln. In der Sabbatical-Vertretung von Prof. Karin Sander diskutieren Zilla Leutenegger und Tobias Becker im Herbstsemester 2019 mit allen Lehrenden des Basisjahrs, anhand prägnanter Positionen aus Architektur und Kunst, diverse Formen künstlerischen Denkens und Handelns. Der gemeinsame Vormittag wird in Form des freien und perspektivischen Zeichnens mit Heiner Franzen komplettiert.


Freies und perspektivisches Zeichnen

Heiner Franzen

Zentrale Idee der Übungen ist, den Prozess des Zeichnens als eine breitgefächerte Tätigkeit zu vermitteln, die Bilder, Sprache und Reflexion gleichermassen wachrufen kann. Der Mittwochmorgen wird jeweils durch kurze Vorträge oder Videoclips eingeleitet, in denen ich Beispielen aus der Bildenden Kunst solche aus Film/Video, Cartoon, Theater, Architektur usw. gegenüberstelle. Diese Beispiele sind als konkrete Anregungen für die praktischen Übungen angelegt und sollen Eigentümlichkeiten und Widerstände verschiedener Materialien und Umgebungen erfahrbar machen. Zum Einsatz kommen verschiedene Zeichenwerkzeuge und Papiere unterschiedlichen Formats. Alle Studierenden arbeiten in einem Raum abwechselnd am Tisch, an der Wand und auf dem Boden. Die Studierenden erleben die Zeichenübungen als ein freies Spiel mit einfachen Formen und Objekten und als einen ersten Schritt in eine intensivere zeichnerische Praxis.


Place_Making_Media


Tobias Becker

Urbane Räume sind von diversen zeitlichen Spuren menschlichen Handelns und Gestaltens durchdrungen und stehen in ständiger Wechselwirkung mit unseren eigenen Bildern, Vorstellungen und Aktionen. Hinzu kommen virtuelle Ortungsdienste, die unsere Orientierung informativ und multidimensional überlagern. Grund genug einen neuen Blick auf konkrete Orte zu wagen und diese auf ihre spezifischen, anthropologischen, imaginären und prozesshaften Eigenschaften hin zu untersuchen. Mithilfe von Zeichnung, Video und Fotografie dokumentieren und analysieren wir soziale, atmosphärische und mediatisierte Aspekte urbanen Lebens und entwickeln auf dieser Grundlage künstlerische Strategien, um sichtbare und unsichtbare Topographien bildnerisch gestaltbar bzw. performativ erfahrbar zu machen.


Über den Versuch, die eigene Umgebung zu durchqueren

Heiner Franzen

Wir untersuchen auffällige Wechselbeziehungen zwischen Setdesigns und filmischen Handlungen, insbesondere Szenen, in denen die Erzählung von einer vorgefundenen oder gebauten Architektur übernommen wird. Mit sequenziellen Übungen wie Zeichnungen, Shotnotes, und Storyboards arbeiten wir die aus solchen Verschiebungen resultierende Sprache (Blickwinkel, Drehungen, Überschneidungen usw.) heraus. Parallel dazu zeige ich in Filmreihen signifikante Szenen, die die unterschiedlichen Definitionen von Raum im Film und dessen Rückkopplung auf Regie, Spiel und Narrativ beleuchten. Schliesslich wählen sich die Studierenden ein Objekt, mit dem bestimmte Erinnerungen verbunden sind und realisieren einzeln oder in Gruppen mit diesen Objekten eine zeitbasierte Arbeit.


Eigensinnige Modelle

Thomas Knüsel

Modelle sind Vehikel und haben für gewöhnlich einzig den Zweck der abstrakten Abbildung von „etwas Anderem“. Wir untersuchen experimentell, welche weiteren Potentiale in unterschiedlichsten Modellformen liegen. Wir erproben künstlerische Möglichkeiten der Modellbildung und erweitern damit unsere gewohnten Betrachtungsweisen. Produzieren wir Modelle, so reduzieren wir die Welt in kleine, (be)greifbare Teile. Um die Interaktion zwischen uns und den von uns geschaffenen Artefakten zu untersuchen, widmen wir uns praktischen, wie theoretischen Ansätzen. Wir versuchen uns in technischen Methoden des digitalen wie analogen Abformens und wagen einen historischen Blick auf die Entwicklung der Medienkunst und unternehmen Streifzüge in die Akteur- Netzwerk Theorie und eine aktuelle Kunstausstellung. Das Ziel des Seminars ist es, begleitet durch Mentorate, einen buchstäblich „eigensinnigen“ Modellbegriff in einer eigenständigen künstlerischen Arbeit zu formulieren.


Mit den Händen denken

Maude Léonard-Contant

Wir werden zusammen mit Materialien arbeiten und beobachten, welche Wirkung der direkte Kontakt (mit Lehm, Gips, Sand, mit allem, was uns unter die Finger kommt) auf uns hat, welche Objekt- und Gedankenbiotope daraus entstehen, welche Sensibilitäten sich einstellen, welche Wege und Umwege sich öffnen. Parallel werden alogisches Denken geübt und Pausen von zielorientierten Aktivitäten genommen. Hier darf man sich verloren fühlen, skeptisch und scheinbar unbegabt sein, solange man nur engagiert ist. Materialität dient nicht nur als Hilfsmittel für Ideen und Konzepte, sondern auch als Ausgangspunkt für die Entwicklung von Projekten. In der Kognitionsforschung hat sich herausgestellt, dass Denkprozesse und physische Aktivität Hand in Hand gehen; wir lernen besser, wenn wir uns körperlich mit Begriffen auseinandersetzen. Wir werden folglich mit unseren Händen denken, sie hier und da verdrecken und das Beste daraus machen. 
P.S.: Das Digitale ist auch ein Material.


Bilder anderswohin tragen

Tabea Rothfuchs

Wir sammeln und generieren diverses Bildmaterial, um es mittels verschiedener medialer Techniken in reale Räume zu projizieren, zu setzen bzw. zu übersetzen. Dabei beobachten wir, was passiert, wenn wir ein Bild anderswohin tragen, und was anschliessend mit diesem “woanders" geschieht. Welche Narrative entstehen durch unsere bildnerischen Interventionen im Raum? Welche Rolle spielt dabei das jeweilige Medium und wie verändert sich die Materialität unserer inszenierten Bilder. Vor dem Hintergrund dieser Fragestellungen entwickeln Studierende eigene künstlerische Projekte, die sich mit bildnerischen Fragen der Inszenierung von Rauminstallationen auseinandersetzen.


Malerei, Illusion

Francisco Sierra

Den Reichtum der Malerei kennenlernen, die Angst vor dem Medium verlieren und einen persönlichen Zugang finden.
Betrachtet man die Geschichte der Malerei, kann es schnell geschehen, dass man sich ob dieser gigantischen Fülle gar nicht mehr zutraut, etwas Neues zu kreieren.
Eine Offenheit zum Medium Malerei zu schaffen und neugierig die eigenen Möglichkeiten zu erforschen, ist Ziel dieses Seminars. Um in dieser Suche voranzukommen, braucht es praktische Erfahrungen. Der Mut zum Scheitern ist ein wichtiger Bestandteil dieses Prozesses: dieser kann mitunter ungeahntes Potenzial zutage fördern.
Dazu kommt das Kennenlernen und Betrachten verschiedener künstlerischer Strategien im Umgang mit der bildnerischen Illusion im Bereich der Malerei.


'Oog', 2016, Oil on canvas, 40 × 50 cm

Tentacular Thinking

Riikka Tauriainen

Ein Versuch, Verständnis für spezifische Konzepte, Ideen, Probleme oder Aussagen zu entwickeln, die auf die eine oder andere Weise relevant bzw. lebendig für unsere heutige Gesellschaft sind. Wir werden aktuelle Themen innerhalb, ausserhalb oder am Rande zeitgenössischer künstlerischer Praktiken ansprechen. Wir wollen gemeinsam die Produktivität von Spekulation und Fiktion erforschen und uns darin üben, eine nicht-akademische Form der Forschung zu praktizieren, die Verlangsamung als notwendige Bedingung ansieht, um ‘mit’ jemandem oder ‘mit’ etwas zu denken. Wir möchten die Bedeutung der oralen Kultur in einer digitalisierten Welt diskutieren und die verzwickte Dichotomie zwischen Theorie und Fiktion, Mythos und Wahrheit, Wissenschaft und Kunst untersuchen.


'Ein Manuskript mit Fehlern und Bildern', 2010 © Riikka Tauriainen

Die (Un-)Lesbarkeit der Fotografie

Ester Vonplon

Beim Betrachten von Fotografien stellt sich uns automatisch die Frage, wen oder was wir sehen, was war, was tat und was zeigt uns die Fotografie? Wir untersuchen unterschiedliche künstlerische Positionen im Hinblick auf die verschiedenen Anwendungen und Möglichkeiten der Fotografie im Bereich der Kunstfotografie. In der Dunkelkammer vertiefen wir die eigenen Strategien zur Lesbarkeit von Bild und Welt auf eine poetische Weise anhand von eigenen analogen Schwarz-Weiss Fotografien. Im analogen Labor erlernen wir Filme zu entwickeln, Abzüge zu erstellen, zu experimentieren und mit der analogen Kamera unsere Welt zu betrachten.


Stadt als Beute

Matthias Wermke

In erster Linie wird den Studierenden ein Gefühl für den eigenen Körper im Bezug auf seine Umwelt (Raum und Architektur) vermittelt. Parallel dazu widmen wir uns dem Körper als Werkzeug des Künstlers. Das eigene Handeln wird zum Ausdrucksmittel. Wir versuchen gemeinsam zu erarbeiten, welche Qualitäten öffentliche Räume haben und wie sich künstlerische Arbeiten dort von solchen in klassischen Ausstellungsräumen unterscheiden. Auch Fitness wird eine Rolle spielen, und wir versuchen durch individuelle Übungen, die eigene Körperwahrnehmung, Motorik und Ausdauer über den Zeitraum des Semesters zu steigern. Gemeinsam betrachten wir die Schnittstellen zwischen Kunst und Sport und beleuchten den Begriff des Artisten. Bei Stadtbegehungen und Ausstellungsbesuchen in Zürich werden öffentliche Räume auf ihre Funktion und ihr künstlerisches Potential hin erforscht.


Architecture and Art I + II

In “Thinking and Talking about Art” together, we will take a look at some significant contemporary debates and explore their relevance for architecture and art. Such a process forces us to use experimental forms of communication and take up our own individual positions. The main focus will be on language as a tool for understanding and creative action and for developing our own powers of judgment and expression. In the autumn semester of 2019, during Prof. Karin Sander’s sabbatical year, Zilla Leutenegger and Tobias Becker will discuss various types of creative theory and practice with all students in the introductory year, starting out from concisely defined positions in architecture and art. These mornings together will be rounded off by a free and perspective drawing session with Heiner Franzen.


Free and Perspective Drawing

Heiner Franzen

The main idea behind the exercises is to communicate the process of drawing as a wide-ranging activity that can evoke images, language, and reflection equally. The Wednesday morning sessions will be introduced by short presentations or video clips in which I juxtapose examples from the fine arts with others from film and video, cartoon, theatre, architecture, etc. These examples are intended to provide concrete impulses for our practical exercises as well as communicate the idiosyncrasies and resistances of different materials and milieus. We will use a range of drawing tools and paper formats. All students will work together in one room, alternating between table, wall, and floor. The drawing sessions are intended to be exercises in free play using simple forms and objects and are a first step towards more intensive drawing praxis.


Place_Making_Media


Tobias Becker

Urban spaces are permeated by traces of human activity and organisation deposited over time—traces that constantly interact with our own images, preconceptions, and actions. In addition, virtual location services superimpose themselves on our efforts to orientate ourselves with their own multidimensional layers of information—reason enough to risk a new look at particular locations and examine their specific anthropological, imaginary and functional qualities. Through drawings, video, and photography, we document and analyse social, atmospheric, and mediated aspects of urban life, developing artistic strategies to creatively shape and performatively experience both visible and invisible topographies.


On attempting to pass through one’s own neighbourhood

Heiner Franzen

We examine striking correlations between set designs and film plots, in particular regarding scenes in which the storyline is adopted from a pre-existing or constructed architecture. Through sequential exercises such as drawings, shot notes, and storyboards, we determine the filmic language (perspectives, shots, overlaps, etc.) resulting from such shifts. Parallel to this, in a film series I present significant sequences that illuminate different definitions of space in film and its relationship to directing, acting, and narrative. Finally, students get to choose an object associated with specific memories they have and—alone or in groups—create a time-based work using this object.


Self-willed Models

Thomas Knüsel

Models are vehicles that usually have but one purpose: the abstract representation of “something else”. Through experimentation, we examine what further potential lies dormant in a wide range of model forms. We test the creative possibilities of model building and so broaden our habitual modes of perception. When we create models, we condense the world into small, tangible—and thus understandable—parts. In order to examine the interaction between ourselves and the artefacts we have created, we use both practical and theoretical approaches. We delve into the technicalities of digital and analogue representation and take a historical look at the development of the media arts, undertaking forays into actor-network theory as well as visiting a current art exhibition. The goal of the seminar is—accompanied by mentors—to formulate a literally self-willed concept of what a model is in an independent artistic work.


Thinking with our Hands

Maude Léonard-Contant

We will work together with materials, observing the effect on us of direct contact with clay, plaster, sand—anything we can get our hands on—noting what concrete and mental biotopes emerge, what sensibilities arise, what paths and detours open up. Parallel to this, we take a break from goal-oriented activities to practice analogical thinking. You shouldn’t be afraid of feeling lost, sceptical, and apparently lacking in talent—so long as you are completely engaged. Materiality not only helps us understand ideas and concepts but also serves as a starting point for developing projects. Cognition research has discovered that thought processes and physical activity go hand in hand: we learn better when we explore concepts physically. So we will think with our hands, getting them dirty now and then and making the best of it. P.S.: the digital world is also a material one.


Transferring Pictures Elsewhere

Tabea Rothfuchs

We collect and generate a wide range of image material and—using various media technologies—project it, set it, or transpose it, into real spaces. In doing so, we observe what happens when we transfer a picture elsewhere and what subsequently happens to this “elsewhere”. What kinds of narratives are created by our artistic intervention in this space? What role does the medium used play, and how does the materiality of our staged images change? Against the background of such questions as these, students develop their own creative projects, forcing them as artists to confront the problems of staging spatial installations.


Sol Bilbao Lucuix in „Tulpa, if yes how many“, 2019, object performance, Museum der Kulturen Basel

Painting, Illusion

Francisco Sierra

Getting to know painting’s rich diversity, losing our fear of, and finding our own personal path to, this medium. If we contemplate the history of painting, faced with this gigantic mass of creativity, we can quickly lose confidence in our ability to come up with something new. The goal of this seminar is to open our minds to the medium of painting and to explore our own possibilities in a spirit of curiosity. To make progress in this quest, we need practical experience. The courage to fail is an important aspect of this process, for failing can sometimes unleash potential of which we were previously unaware. In addition, we will learn about and explore a range of artistic strategies used to create visual illusions through painting.


'Oog', 2016, Oil on canvas, 40 × 50 cm

Tentacular Thinking

Riikka Tauriainen

An attempt to develop an understanding of specific concepts, ideas, problems, and statements that in one way or another are vitally relevant for our contemporary society. We will address current topics within, outside of, and on the edges of contemporary creative praxis. Together we will explore the productive potential of speculation and fiction, learning to practice a non-academic type of research—one that sees slowing down as a necessary precondition for thinking along with somebody or something. We will discuss the significance of oral culture in a digitalised world and examine the vexed dichotomy between theory and fiction, myth and truth, science and art.


The (il-)legibility of Photography

Ester Vonplon

In looking at photographs, we automatically ask the question as to whom or what we are seeing, what happened, what the photograph shows us. We examine a range of creative approaches to the different applications and possibilities of photography in the field of art. In the darkroom, using our own analogue black-and-white photographs we develop individual strategies for reading the image and the world in poetic ways. In the analogue laboratory, we learn to develop films, make prints, experiment, and observe our world through the lens of an analogue camera.


The City as Quarry

Matthias Wermke

Most importantly, students will learn to develop a feeling for their own bodies in relation to their environment (including space and architecture). Parallel to this, we will focus on the body as the artist’s tool. Our own actions are our means of expression. Together we will explore the qualities public spaces and examine how works of art displayed in them differ from those in classical exhibition rooms. Fitness too will play a role in the seminar as over the semester we attempt through individual exercises to increase our awareness of our bodies, our motor skills, and our stamina. Together we will examine the interface between art and sport, thus broadening the concept of what an artist is. In walks through the city and visits to exhibitions in Zürich, we will explore the function and artistic potential of public spaces.


Wahlfächer Electives

Künstlerisches Denken und Handeln

Tobias Becker
Donnerstag, zweiwöchentlich, 15:00–19:00 Uhr

Anhand diverser künstlerischer Positionen, die sich auf eigenwillige und oft poetische Weise mit Architekturen, Räumen und Zeit(en) auseinandersetzen, diskutieren wir in diesem Seminar inwieweit unsere Sichtweisen auf urbane und natürliche Umgebungen wahrnehmungs- psychologisch bzw. kulturell präformiert sind. Vor diesem Hintergrund entwickeln wir in der Gruppe eigene experimentelle Handlungsfelder und künstlerische Aktionen, die unsere gewohnte Raum- und Zeitwahrnehmung performativ herausfordern und neue Perspektiven auf unsere Umgebung erschliessen.


Zweckfreie Räume – Intervention und Performance

Matthias Wermke
Donnerstag, zweiwöchentlich, 15:00–19:00 Uhr, HCI E 8

„I am making art.“ - John Baldessari (1971)

Wir nehmen diese Behauptung Baldessaris zum Ausgangspunkt des Seminars.
Wenn Baldessari Kunst macht, machen wir das auch! Gemeinsam schauen wir uns ausgewählte Arbeiten unterschiedlicher Künstler/innen an und kommen darüber ins Gespräch. Wie lassen sich Interventionen und Performances konzipieren, ausführen und festhalten? Was braucht es, um zu einer eigenen künstlerischen Arbeit zu kommen? Wie können wir den Sachzwängen des Alltags entfliehen und uns konkret der Kunst zuwenden? Das Seminar schafft Angebote und versteht sich als Diskussionsraum und Experimentierfeld. Gemeinsam schaffen wir Situationen, die ihre ganz eigenen Qualitäten entwickeln und unsere Gewohnheiten in Frage stellen. Ziel ist es, eine eigenständige künstlerische Arbeit zu motivieren.


Fotografie

Ester VonplonDonnerstag, zweiwöchentlich, 15:00–19:00 Uhr, HIF B 44.1

«Wer diese Bilder nicht mag, mag auch keine Gedichte.»

Das Zitat stammt von Jack Kerouac als Einleitung zu dem erfolgreichsten Fotobuch - Robert Frank "the americans" von 1958.
Dieses Wahlfachseminar handelt von der analogen Schwarz-Weiss Fotografie. Wir widmen dem Inhalt von fotografischen Arbeiten viel Zeit und lernen, anhand von eigenen fotografischen Arbeiten, eine eigene Geschichte zu erzählen und konzeptionell auszuarbeiten. Neben der praktischen Arbeit in der Dunkelkammer - Grundlage in analoger Fototechnik (fotografieren, Filme entwickeln, Abzüge erstellen) - betrachten wir Arbeitsmethoden und Techniken von künstlerischen Positionen in der Fotografie. Das Seminar handelt von der Fähigkeit, Fotografien sprechen zu lassen - Gedichte zu kreieren ohne Worte.


Freies Zeichnen

Maude Léonard-Contant
Montag, 11:00–13:00 Uhr, HPT C 103

Let’s draw!

Und zwar: unterwegs, komplexlos, mehrhändig, lässig, täglich …

Mit der Idee, uns zu reprogrammieren. Um den Umfang unserer Komfortzonen zu erkunden. Um vielseitig zu werden und, dadurch, immer spezifischer. Um unsere Vorstellungen von Virtuosität zu überdenken und Zufälle – unsere Verbündeten – willkommen zu heissen.
Um unsere Umgebungen anders wahrzunehmen: kommen wir aus den „Wälder von Symbolen“ heraus und betrachten wir die Sachen für was sie auch sind – Massen, Formen, Kontraste, Präsenzen. Und mit diesen Sachen eine gewisse Intimität zu entwickeln. Steht ebenfalls auf dem Programm: Zeichnung als Seelenklempnerei und Ort der endlosen Entdeckungen. Zeichnen als Möglichkeit, uns von unseren Ticks zu befreien. Als Versuch, sich von bestimmten Sujets prägen zu lassen, um sie nie zu vergessen - oder einfach mal zeichnend zu vergessen, auf unsere Handys zu gucken. Und vor allem: planlos zu zeichnen.


3D Scanning and Freeform Modeling

Adi Grüninger
Montag, 13:00–14:30 Uhr

An der Professur für Architektur und Kunst entwickeln wir experimentell Methoden, mit denen Räume dreidimensional – als Bild und als modellhaftes Objekt – wiedergegeben werden können. Neuerungen im Abbilden sind uns dabei ebenso wichtig wie neuartige Formen der Darstellung. Die Technologien des Raumscannens und des farbigen 3D-Drucks werden dabei kombiniert. Der Scanner vermisst den Raumkörper und erstellt in einem separaten Arbeitsgang zweidimensionale fotografische Bilder. Die beiden grundverschiedenen Bildinformationen werden erst im Anschluss in Beziehung gesetzt. Es entsteht eine Datei aus Punkten, bei der jeder Punkt eine Raumkoordinate, einen Farbwert und diverse im Hintergrund verbleibende Metadaten enthält. Sie zeigt die zu einem spezifischen Raum gehörigen Informationen in allen drei Dimensionen und mit allen wahrnehmbaren Lichtwerten. Für die Darstellung werden die Daten so umgewandelt, dass sie als dreidimensionale farbige Gipskörper im verkleinerten Maßstab ausgedruckt werden können.

Voraussetzungen/Besonderes:
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.
Gute Kenntnisse von Windows-Betriebssystemen sind Voraussetzung. Anmeldung für die Teilnahme am Seminar in Absprache mit dem Dozenten: Adi Grüninger


Artistic Thinking and Praxis

Tobias Becker

Thursday, fortnightly, 3–7 p.m.

Starting from a range of artistic positions that deal with architecture, space(s) and time(s) in idiosyncratic and often poetical ways, in this seminar we discuss to what degree our ways of looking at our urban and natural surroundings are perceptually, psychologically and culturally predetermined. Based on these discussions, in the group we develop our own experimental fields of action and artistic initiatives that performatively challenge our habitual perceptions of space and time and open up to us new perspectives on our surroundings.


Purpose-free Spaces – Intervention and Performance

Matthias Wermke

Thursday, fortnightly, 3–7 p.m., HCI E 8

“I am making art.” - John Baldessari (1971)
We will take this statement by Baldessari as our starting point for the seminar.
If Baldessari is making art, so are we! Together we will take a look at and discuss selected works by a range of artists. How are interventions and performances conceived, acted out, and recorded? What do we need to create our own work of art? How can we escape the constraints of everyday life and devote ourselves concretely to art? The seminar aims to facilitate such a process and sees itself both as a space for discussion and a field for experimentation. Together we will create situations that develop their own unique qualities, thus calling into question our habitual ways of doing things. The goal is to motivate you to create your own independent work of art.


Photography

Ester Vonplon
Thursday, fortnightly, 3–7 p.m., HIF B 44.1

“Anybody doesnt like these pitchers dont like potry, see?”
This quote is from Jack Kerouac’s introduction to greatest book of photographs ever created: Robert Frank’s The Americans (1958).
This elective is about analogue black-and-white photography. We devote a lot of time to looking at the content of photographic works and, by creating our own photographs, learn to tell our own story and develop it conceptually. Besides practical work in the darkroom on the basics of analogue photography (taking pictures, developing films, making prints) we take a look at work methods and techniques used in different creative approaches to photography. The seminar is about our ability to make photographs speak, to create poetry without words.


Free Drawing

Maude Léonard-Contant

Monday, 11 a.m.–1 p.m., HPT C 103

Let’s draw!
And let’s do it while we’re on the move, without making it complicated, using several hands, nonchalantly, daily…
With the aim of reprogramming ourselves. Of exploring the limits of our comfort zone. Of becoming more versatile and thus more specific. Of rethinking our idea of virtuosity and welcoming happenstance—our ally.

To perceive our surroundings differently, let’s escape from the forest of symbols and see things for what they really are: masses, forms, contrasts, presences. And let’s develop a certain intimacy with these things. The seminar also features drawing as self-analysis and location of infinite discovery. Drawing as an opportunity to free ourselves from our hang-ups, to open our minds to certain influences and never to forget them—or simply to forget to look at our smart phones while we are drawing. And above all: to have no plan when we draw.


3D Scanning and Free-form Modelling

Adi Grüninger
Monday, 1–2:30 p-m.

At the Chair of Architecture and Art, we experiment with methods of reproducing space three-dimensionally—as image and model-like object—whereby innovations in ways of depicting 3D space are as important to us as new forms of representation. The technologies of 3D scanning and 3D colour printing are combined here. The scanner measures the body of a space and, in a separate process, creates two-dimensional photographic images of it. The two fundamentally different sets of image information are correlated only afterwards. A data set is created consisting of dots, each of which contains a space coordinate, a colour value, and a range of background metadata. The data set contains the information for a specific space in all three dimensions and with all perceptible light values. To generate a 3D representation, the data are converted into a form that allows the space to be printed out as a small-scale 3D coloured plaster body.

Prerequisites/please note:
The number of participants is limited to 12.
A thorough knowledge of Windows operating systems is required. Registration for the seminar in consultation with the instructor Adi Grüninger.


Integrierte Disziplin Integrated Discipline

Zielsetzung


Die Kunst ist der Bereich, in dem Wahrnehmungs- und Begriffsrealitäten immer neu erzeugt werden. Diese Form des Wissens, welche die Kunst hervorbringt, kommt im Begleitfach zur Anwendung. Der Entwurfstätigkeit werden künstlerisches Denken und Handeln zur Seite gestellt. Im Dialog der Methoden von Architektur und Kunst soll insbesondere das jeweilige konzeptuelle Vorgehen präzisiert werden. Zudem wird Wert darauf gelegt, dem Entwurfsergebnis durch künstlerische Mittel Ausdruck zu verleihen.

Leistungen


Diese methodischen Reflexionen fliessen integriert in den Entwurf ein. Eine zusätzliche Abgabe wird nicht verlangt. Jedem einzelnen Schritt des Entwurfs, von der Ideenfindung über die Detaillierung bis zur Darstellung, soll jedoch ein selbstbewusst gestalteter und nachvollziehbarer Arbeitsprozess zu Grunde liegen. Dazu gehört auch die produktive Nutzung intensiver Arbeitsgespräche und Kritiken. Ein konsequent durchdachter Arbeitsprozess ist die Bedingung für eine eigenständige Abgabe, auf die das Begleitfach Architektur und Kunst mit Bedacht einwirkt.
Teilnahmebedingungen: Sämtliche Diplomanden können das Begleitfach belegen.

Termine


Die Arbeitsgespräche sowie die Teilnahme an den Kritiken erfolgen in Absprache mit den Diplomanden und den jeweiligen Professuren.

Zilla Leutenegger

Achim Mohné


Objectives


Art is a field in which the realities of perception and conception are continually being reinvented. The kind of knowledge generated by art is applied in the subsidiary subject, in which drafting is accompanied by artistic thinking and praxis. The methodological dialogue between architecture and art requires in particular that one’s conceptual approach be precisely defined. In addition, great value is placed on using artistic resources to give expression to the resulting draft.

Deliverables


These methodological reflections are integrated into the draft. No further work is required to be submitted. However, each individual step of the draft—from the original idea to detailing and realising it—should be based on a consciously structured and transparent work process. This includes putting intensive discussion and critique of students’ work to productive use. A thoroughly thought out work process is the necessary prerequisite for an independent submission—cautiously guided by the subsidiary subject in Architecture and Art.

Prerequisites: all diploma students may take the subsidiary subject.

Deadlines


Discussion of students’ work and participation in the critiques will be coordinated between the diploma students and the departmental chairs.

Zilla Leutenegger

Achim Mohné


Forschung Research

Interdisziplinäre Forschungsarbeit

An der Professur für Architektur und Kunst entwickeln wir experimentell Methoden, mit denen Räume und deren Atmosphären, Gegenstände und Personen dreidimensional erfasst und dargestellt werden können. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Instituten und Universitäten ist ein wichtiger Bestandteil der Forschungsarbeit und trägt massgebend zur Weiterentwicklung der Technologien bei. Durch die konkrete Auseinandersetzung mit diversen proprietären und hauseignen digitalen Instrumenten ergänzen wir das Know-How an der ETH Zürich im Bereich der digitalen Produktion und der Wissenschaftsforschung in Architektur und Kunst.

Adi Grüninger


Gips – seine Formen

26. Juli 2015 – 18. Oktober 2015

Im Werkstoffarchiv in St. Gallen wird die Ausstellung «Gips – seine Formen» gezeigt. Die Präsentation zeigt Gips in seinen Varietäten als Material und in seiner Verwendung als Werkstoff im Formenbau. Die Anwendung von Gips erfährt durch den Einsatz als Material im 3D-Druck eine Erweiterung. Um diesen neuen Einsatzbereich in der Ausstellung zu integrieren, wurden zwei aktuelle Ergebnisse unserer Forschung mit aufgenommen, der Hybrid- und der Classic-3D-Druck des orangefarbenen Aufzugs.

SITTERWERK
Sittertalstrasse 34
CH-9014 St.Gallen
+41 71 278 87 09
post[at]sitterwerk.ch
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Porträt der Installation "Raum in Rötelkreide"

26. November 2015
Präsentation zur Vernissage

Die Ausstellung "Raum in Rötelkreide" von Karin Sander macht Vorhandenes, aber bis dahin Verborgenes im Ausstellungsraum sichtbar. Der Raum wurde an den Wänden und an der Gewölbedecke mit Rötelkreide schraffiert. Die Spuren der Benutzung und der Vergangenheit: Nagellöcher, Ausbesserungen, Restaurationen werden sichtbar. Diese Rauminstallation wurde mit dem Scanner dreidimensional dokumentiert und als Negativvolumen mit positiven Farbdaten als von uns sogenannter "Hybrid" gedruckt. Die Fotografie wird anlässlich der Vernissage der Ausstellung in Ingolstadt präsentiert.

Gallerie Tongewölbe T25
slg-wittmann.de


Werkstattgespräch 01

27. Mai 2015
Dachterrasse HIL

In der ersten Jahreshälfte 2015 haben wir die technischen und materiellen Grundbedingungen der Darstellung der 3D-Raumscans als ausgedruckte 3D-Fotografien untersucht. Hierfür haben wir nicht nur die Workflows genau untersucht, sondern insbesondere den Aspekt der Postproduktion bei der Vorbereitung der Druckbarkeit von Raumdaten thematisiert. Diese Versuchsreihen wurde am Beispiel der orangenen Aufzüge im HIL erstellt. Es lassen sich vier Druckvarianten unterschieden, wie eine Punktwolke mithilfe eines 3D-Gipsdruckers als 3D-Fotografie erstellt werden kann. Drei der vier Druckvarianten zeigen die Innenräume als Positiv. Hierfür werden die Wände auf unterschiedliche Weise künstlich verstärkt. Einmal durch das Umbauen des Innenraums mit dem ungefärbten Gipsmaterial (Arbeitsname: "Classic"). Oder die Raum- und Farbdaten werden durch eine Programmanwendung vervielfältigt, das kann nach innen ("Dorian Gray") oder nach aussen("Marge") ausgerichtet angewandt werden. Als vierte Variante haben wir die Datenform verfolgt, bei der der Raum als Negativvolumen gedruckt wird, zugleich aber positive Farbdaten aufweist. Das Material wird dabei nach innen verstärkt, so dass der gesamte Raum einschliesslich der Decke gezeigt werden kann. Dieser Ansatz, wir nennen ihn wegen der negativen Form- und der positiven Farbdaten "Hybrid", erscheint uns am vielversprechendsten, was in der anschliessenden Diskussion durch Karin Sander, Clemens Krümmel und weitere Gästen bestätigt wurde.


Präsentation zur 3D-Fotografie

Als Beitrag zur Jahresausstellung des Departments hat die Professur Sander die 2014 erarbeiteten Ergebnisse der Forschungsgruppe präsentiert. Gezeigt wurden verschiedene Ansätze, wie die 3D-Technologie im Darstellungszusammenhang von Architektur und Kunst angewandt werden kann. Ausgangspunkt für die künstlerisch-technischen Interventionen waren reale Entwurfs- und Bauzusammenhänge von zeitgenössischen Architektinnen und Architekten. Es wurden Projekte gezeigt, die in Zusammenarbeit mit Sauerbruch Hutton, Christian Kerez, Arno Brandlhuber und Gramazio Kohler entstanden sind.


3D-Fotografie eines Raumexperiments

Juli/August 2014

Eine Forschungsgruppe des Lehrstuhls von Gramazio & Kohler hat im Sommer 2014 im Sitterwerk in St. Gallen einen neuen Ansatz in der Praxis erprobt. Ein Industrieroboter hat Lehmklumpen zur Bildung von sich gegenseitig stabilisierenden Wänden gezielt in den Raum geworfen. Der Wurfprozess wurde durch die Rückkopplung mit einem 3D-Scanner immer neu angepasst. Die entstehenden Lehmwände konnten bis knapp über Kopfhöhe gestapelt werden. Das Formergebnis, die entstandene Lehmstruktur, wurde dreidimensional vermessen und im Massstab 1:20 ausgedruckt.


3D-Fotografie eines Büros mit 1:1-Modell

April/Mai 2014

Christian Kerez hatte mit seinem Team Anfang 2014 in seinem Atelier ein Modell im Massstab 1:1 aufgebaut. Es zeigte drei Räume eines in Planung befindlichen Wohngebäudes. Anhand dieses Modells sollte die räumliche Qualität der geplanten runden Räume exemplarisch überprüft werden. Dadurch ergab sich eine in vielfacher Hinsicht besondere Situation im Büro. Das geschrumpfte Büro und das Modell bildeten einen starken Kontrast.
Diese aus vielen Teilräumen bestehende Situation wurde mit einem Faro-Scanner vermessen und fotografiert und anschliessend als dreidimensionales, farbiges Gipsmodell gedruckt. Die Decke wurde nicht mitgedruckt, um das Modell einsehen zu können. Da die Punktwolke für sich genommen noch nicht druckbar wäre, mussten die Daten aufgedickt werden. Dabei kommt es zur Verfremdung der Farbwerte und der Verschleifung der Rauminformationen.


Interdisciplinary Reseach Work

At the Chair of Architecture and Art, we experiment with developing methods of recording and reproducing spaces three-dimensionally—to include their atmosphere, objects and people. Interdisciplinary cooperation with other institutions and universities is an important part of our research work and contributes crucially to developing the technologies involved. Through hands-on experimentation with a range of proprietary and in-house digital instruments, we increase the ETH Zürich’s know-how in the fields of digital production and scientific research into architecture and art.

Adi Grüninger


Plaster and its Forms

26 July 2015 – 18 October 2015

The exhibition Gips – seine Formen [Plaster and its Forms] is being shown in the Materials Archive in St. Gallen. The exhibition presents plaster in all its material variety, as well as its applications in mould construction. Its use in 3D printing represents an extension of plaster’s applications. To include this new field of application in the exhibition, two results of our current research are being presented: the hybrid and the classic 3D print of the orange-coloured lift.

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Portrait of the Installation Raum in Rötelkreide [Room in Red Chalk]

26 November 2015
Presentation at the Vernissage

The exhibition Raum in Rötelkreide [Room in Red Chalk] by Karin Sander renders visible what was always there but hitherto hidden. The room’s walls and vaulted ceiling have been crosshatched in red chalk. Traces of the room’s past use—nail holes, repairs, restoration work—become visible. The room installation has been documented three-dimensionally using a scanner and then printed as a negative volume with positive colour data as what we call a hybrid. The photograph is being presented at the vernissage of the exhibition in Ingolstadt.

Gallerie Tongewölbe T25
slg-wittmann.de


Workshop Talk 01

27 May 2015
Roof Terrace HIL

In the first half of 2015, we explored the technical and material foundations of representing 3D scans as printed 3D photographs. To this end, we not only carefully examined the workflow involved but, in particular, focused on postproduction in preparing the printability of spatial data. These test series were created using the example of the lifts in the HIL building. We distinguished four print variants of how a point cloud can be generated as a 3D photograph using a 3D plaster printer. Three of the print variants produce a positive image of the interiors. Here the walls are artificially intensified in various ways. One of the three variants involves remodelling the interior using an undyed plaster called Classic. In the other two variants, the 3D space and colour data are duplicated using a programme app that can be either inwardly oriented (Dorian Grey) or outwardly (Marge). As a fourth variant, we used a data format in which the 3D space is printed as a negative volume but at the same time features positive colour data. The material is thus inwardly intensified so that the whole room, to include the ceiling, can be shown. This approach—which we call hybrid because it uses negative spatial data and positive colour data—seems to us the most promising one, as was confirmed in the subsequent discussion between Karin Sander, Clemens Krümmel, and other guests.


Presentation on 3D Photography

As a contribution to the Department of Architecture’s annual exhibition, Professor Sander’s Chair of Architecture and Art presented its research group’s results from 2014. A number of approaches to using 3D technology for architecture and art presentations were shown. The starting point for these creative and technical interventions were actual design and construction contexts by contemporary architects. The projects presented were created in cooperation with Sauerbruch Hutton, Christian Kerez, Arno Brandlhuber, and Gramazio Kohler.


3D Photograph of a Spatial Experiment

July/August 2014

In the summer of 2014, a group from the Gramazio & Kohler Research Chair at the ETH tested a new approach to 3D photography in the St. Gallen Sitterwerk. An industrial robot was programmed to throw lumps of clay into a room to create mutually stabilising walls. The robot’s aim was continually adjusted through feedback from a 3D scanner. The clay walls thus created rose to just over head height. The resulting formation—the clay structure thus generated—was measured three-dimensionally and printed out in a scale of 1:20.


3D Photograph of an Office with Full-scale Model

April/May 2014

At the beginning of 2014, Christian Kerez and his team built a full-scale model in his studio. It represented three rooms of a residential building in the planning stage. The model was to be used to generically test the spatial qualities of the circular rooms planned for the building. Thus, a situation was created in Kerez’s office that was in many respects quite special: the shrunken office and the model formed a stark contrast.
This setting, consisting as it did of a number of subspaces, was measured using a Faro scanner, then photographed and subsequently printed out as a three-dimensional coloured plaster model. The ceiling was not printed, allowing the model’s interior to be seen from above. As the point cloud was not printable in its original form, the data density had to be increased, thus distorting the colour values and spatial information.


Seminarwoche Seminar Week

Berlin Walks

17.03.2019 – 22.03.2019

Picturing NYC

20.10.2018 – 27.10.2018

Perspektivisches Zeichnen

23.10.2017 – 27.10.2017, Zürich

360° Berlin

20.03.2017 – 24.03.2017, Berlin

Picturing Iceland

22.10.2016 – 29.10.2016, Island

Berlin glasklar

13.03.2016 – 20.03.2016, Berlin

Perspektivisches Zeichnen

14.03.2016 – 18.03.2016, Zürich

Rom

15.03.2015 – 22.03.2015, Rom

Rom unter der Lupe

18.10.2015 – 24.10.2015, Rom

look left look right

19.10.2014 – 26.10.2014, London

Landscaping

17.03.2014 – 21.03.2014, Alpenhof Oberegg

So wird's gemacht - räumliches Zeichnen 1

22.10.2012 – 28.10.2012, Zürich

off the tracks

18.03.2012 – 25.03.2012, New York City

A Walk Around The Block

17.03.2011 – 21.03.2011, New York City

So wird's gemacht - Zeichnen

20.03.2011 – 26.03.2011, Berlin

Die Produktions- und Repräsentationsbedingungen von bildender Kunst in Zürich

22.03.2010 – 26.03.2010, Zürich

Zwischen Eis und Feuer: Landschaft, Architektur und Kunst

21.03.2012 – 29.03.2012, Island

Projektwoche in Berlin

27.10.2012 – 03.11.2007, Berlin



Berlin Walks

17.03.2019 – 22.03.2019

Picturing NYC

20.10.2018 – 27.10.2018

Perspective Drawing

23.10.2017 – 27.10.2017, Zürich

360° Berlin

20.03.2017 – 24.03.2017, Berlin

Picturing Iceland

22.10.2016 – 29.10.2016, Island

Berlin Crystal Clear

13.03.2016 – 20.03.2016, Berlin

Perspective Drawing

14.03.2016 – 18.03.2016, Zürich

Rome

15.03.2015 – 22.03.2015, Rom

Rome under the Magnifying Glass

18.10.2015 – 24.10.2015, Rom

look left look right

19.10.2014 – 26.10.2014, London

Landscaping

17.03.2014 – 21.03.2014, Alpenhof Oberegg

It’s done like this — Spatial Drawing 1

22.10.2012 – 28.10.2012, Zürich

off the tracks

18.03.2012 – 25.03.2012, New York City

A Walk Around The Block

17.03.2011 – 21.03.2011, New York City

It’s done like this — Drawing

20.03.2011 – 26.03.2011, Berlin

Conditions for Producing and Presenting

the Visual Arts in Zürich
22.03.2010 – 26.03.2010, Zürich

Between Ice and Fire: Landscape, Architecture and Art

21.03.2012 – 29.03.2012, Island

Project Week in Berlin

27.10.2012 – 03.11.2007, Berlin



Team Team

Zilla Leutenegger

*1968 in Zürich. Lebt und arbeitet in Zürich.
Zilla Leutenegger studierte an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 1996 zeigt sie ihre Arbeit regelmässig im Rahmen von Einzel- und Gruppenausstellungen in Institutionen im In- und Ausland. Mehr als zehn Monographien und Künstlerkataloge über das Werk von Zilla Leutenegger sind bis heute erschienen. Seit 1998 wird sie von der Galerie Peter Kilchmann in Zürich und der Galerie Stampa in Basel vertreten.
www.zilla.ch


Tobias Becker

*1979, studierte Freie Kunst/Bildhauerei (Diplom) an der Weißensee Kunsthochschule Berlin sowie der Bezalel Academy of Arts and Design
in Jerusalem und Visual and Media Anthropology (MA) an der FU Berlin. Fünfjährige Tätigkeit als freischaffender Bühnenbildner u.a. am Deutschen Nationaltheater Weimar, bei Theater Total in Bochum
und an der Ruhrtriennale 2009 und 2010.
Von 2010–2013 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der Freien Universität Berlin sowie Programmkoordinator des Masterstudiengangs Visual and Media Anthropology. Seit 2013 ist Tobias Becker Dozent am Lehrstuhl für Architektur und Kunst an der ETH Zürich und erhielt 2018/2019 einen Lehrauftrag im Masterstudiengang Art and Education an der Zürcher Hochschule der Künste.


Heiner Franzen

*1961 in Papenburg, ist ein in Berlin lebender Zeichner und Videokünstler. Nach zwei Jahren an der HfK Bremen absolvierte er sein Studium 1993 an der Hochschule der Künste Berlin. Er verarbeitet kollektive Erinnerungen aus dem Alltag: Teenagererlebnisse, Kinobesuche, Werbung, Sport, Medizin usw. und setzt sie in große Zeichen- und Video-Installationen wie zuletzt im Haus am Lützowplatz Berlin und auf der Manifesta Palermo. Gastprofessuren an der Weissensee Kunsthochschule Berlin sowie der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.
www.heinerfranzen.de


Maude Léonard-Contant

1979 in Joliette, Kanada, lebt und arbeitet in Basel. Sie erhielt einen BA in 2007 an der Université du Québec à Montréal und einen MA in Fine Arts an der Concordia University und der Glasgow School of Arts in 2012. Ihre Arbeit wurde in den letzten Jahren in zahlreichen Institutionen im In- und Ausland gezeigt, darunter: „The words we live in“, Binz39, Zürich; „Figures“, Terrain, Bern; „Anderer / autre / other Apparatus“, Ausstellungsraum Klingental, Basel; „Beyond the Real“, Kunsthalle Basel; „L“, Darling Foundry, Montreal, „Ghost Flowers“, Herrmann Germann Contemporary, Zürich; Swiss Art Awards (2015, 2016), Basel; „The Rite of Spring“, Tramway, Glasgow; „Palm Plot“, Abrons Arts Center, New York.
www.maudeleonardcontant.com


Thomas Knüsel

*1984 lebt und arbeitet in Zürich. Er studierte Kunst und Medienkunst an der HSLU D&K, und der ZHdK, wo er 2016 er seinen Master in Fine Arts erhielt.
In seinen künstlerischen Arbeiten assembliert er öfter unterschiedlichste Medien, Materialien und Artefakte zu Modellkomplexen. Mit diesen künstlerischen Modelle stellen Fragen zum Verhältnis von subjektiver Wahrnehmung und wissenschaftlicher Gewissheit. Seine Arbeiten sind in verschiedenen nationalen wie internationalen Ausstellungen und Publikationen vertreten. Ausstellungen 2018/19 (Auswahl): "The Luxurious Molecule" (Zürich), "Things - containing information)" (Luzern), "me, myself and I" (Bern), "First Cut" (Essen DE),"Dokumentarismen" (Zürich). 2013 und 2017 erhielt er einen Kunstförderbeitrag vom Kanton Zug.
www.tknusel.ch


Riikka Tauriainen

*1979, lebt in Zürich. Studierte in Tallinn (Estonian Academy of Arts, BA photography), Essen (Folkwang Universität der Künste, communication design), Berlin (Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Freie Kunst / Bildhauerei) und Zürich (Zürcher Hochschule der Künste, MA Fine Arts). In ihren Installationen, Videos und Performances interessiert sich Riikka Tauriainen für Geschichte, postkoloniale Theorien und Genderfragen.
Riikka Tauriainen unterrichtete u.a. an der Zürcher Hochschule der Künste im BA Kunst & Medien. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt, darunter Bâtiment d'art contemporain in Genf, Siemens Sanat in Istanbul, Center for Contemporary Art in Plovdiv Bulgaria, NGbK Berlin, Helmhaus in Zürich. Sie nahm an Biennalen in der Türkei und Kroatien teil, sowie an Artist in Residence Programmen in Genua, Italien oder Anyang, Südkorea. Sie präsentierte ihre neueste Werkgruppe «Hydrocommons» in der Swiss Art Awards in Basel 2019. 
www.riikkatauriainen.net

© Oliver Wüest

Achim Mohné

*1964, arbeitet mit Fotografie, zeitbasierten Medien, öffentlicher Intervention, Internet und Sound. Als andauernden Prozess der Befragung von technischen (Still- und Bewegt-) Bildern nutzt er u.a. Drohnen, unterläuft vorhandene Überwachungssysteme oder besetzt parasitär kommerzielle Bilddistributionssysteme, wie Google Earth, deren Satellitenkameras, als Détournement, zum Sender künstlerischer Botschaften zweckentfremdet werden. Lehraufträge und Gastprofessuren an der Kunstakademie Münster, Folkwang Universität der Künste Essen, Indiana University, Bloomington
www.achimmohne.de


Tabea Rothfuchs

*1983; lebt und arbeitet in Basel. Gestaltet seit 10 Jahren Bewegtbild und mediale Szenografien für Theater, Oper und Performance. Engagements unter anderen am Theater Basel, Operhaus Zürich, Schauspielhaus Zürich, Theater an der Wien, Münchener Biennale für neue Musik und Konzerthaus Berlin. Gastspiele in Amman, Jordanien und Kopenhagen, Dänemark. 2006 bis 2009 BA Studium in Basel und Luzern in Animation und Audiovisueller Kommunikation. 2018 bis 2020 MA Studium in Transdisziplinarität ZHdK Zürich. 2015, Vernissage von Emergence, einer interaktiven Installation, Filter IV, Basel. Nominierung von Emergence für PrixArs 2016, ARS Electronica, Linz. 2017 Einladung mit der Volksbühne Basel zur Recherchereise in den Nordirak, Goethe Institut Irak. Lehrt seit 2019 am Lehrstuhl für Architektur und Kunst an der ETH Zürich.
www.tabearothfuchs.ch


Francisco Sierra

*1977 in Santiago de Chile geboren und lebt und arbeitet heute in Cotterd VD. Er ist ausgebildeter Geiger und hat sich die bildende Kunst im Selbststudium erarbeitet. Seine aktuelle künstlerische Praxis hat ihren Schwerpunkt in der Malerei und der Zeichnung, findet aber auch Ausdruck in spartenübergreifenden Projekten mit dem Musikperformance-Kollektiv “Jetpack Bellerive”.
Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt, seine Werke befinden sich in bedeutenden Sammlungen.
www.fsierra.com

© Noëlle-Anne Darbellay

Ester Vonplon

*1980 in Schlieren. Lebt und arbeitet in Castrisch. Nach dem Studium der Fotografie in Berlin und dem Master in Kunst, an der zhdk, kehrte sie in die Surselva zurück. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet. U. a. mit dem Manor Kunstpreis, SAC Kunstpreis und 2009 als Schweizer Fotografin des Jahres. Ihre Arbeiten werden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen präsentiert, Bündner Kunstmuseum, Chur, im Kunstmuseum Thun, im Museum Allerheiligen, Schaffhausen, FOAM Amsterdam, FOMU Antwerpen, Centro Centro Madrid, uvm.
www.estervonplon.com


Matthias Wermke

*1978, lebt in Berlin. 2001 – 2005 Studium der Rehabilitationswissenschaften und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin; 2005 – 2011 Studium der Freien Kunst/Bildhauerei an der Weißensee Kunsthochschule Berlin; 2008 – 2009 Studium der Malerei und Bildhauerei an der Marmara-Universität Istanbul; 2011 Diplom Freie Kunst/Bildhauerei an der Kunsthochschule Weißensee Berlin; 2013 Meisterschüler. Seit 2010 regelmässig Ausstellungen im In- und Ausland, zuletzt: DEMO-POLIS – Das Recht auf Öffentlichen Raum, Akademie der Künste, Berlin; Manifesta 11 – what people do for money, Zürich; Ausgezeichnet – Terror Artists, Kunstmuseum Bonn; 3. Berliner Herbstsalon, Maxim-Gorki-Theater Berlin; manipulate the world, Moderna Museet Stockholm; shaping democracy, Museumsquartier Wien; Graffiti, HAM - Helsinki Art Museum.
www.wermke-leinkauf.com


Adi Grüninger

*1978, lebt in den Weiten des Thurgaus und arbeitet in Zürich / St.Gallen.
Lehrte Maschinenzeichner und Fokus Flugzeug-Ingenieur. Danach Studium zum Multimedia Produzent. Arbeitete einige Jahre im Motion Design (Werbeagenturen) und wechselte dann zur Kunstgiesserei St. Gallen, wo er mit der Leitung und des Aufbaus der 3D Werkstatt beauftragt wurde.
 Nach neun Jahren und der Etablierung dieser weltweit anerkannten 3D-Produktionsstätte entschloss er sich, weitere Projekte im Bereich des digitalen Denkens anzugehen, wie z.B. die Gründung von CL-Y.ch oder - in der Lehmann Gruppe - die Digitalisierung von Bauprozessen. Forscht und lehrt seit 2013 an der ETH Zürich und betreut das Wahlfach 3D Scanning & Modeling. Durfte mit folgenden Künstlen zusammenarbeiten: Fischli Weiss, Urs Fischer, Katharina Fritsch, Paul McCarthy, Xu Zhen, Zeng Fanzhi, Elmgreen & Dragset, Robert Indiana, Isa Genzken, Subodh Gupta u.s.w. Oder Arbeiten für folgende Architekten ausführen:
 Christian Kerez (Incidental Space Biennale 2016), Diener & Diener, Romero Schäfle
www.skane.ch


Daniel Lütolf

*1980, lebt und arbeitet in Zürich. 1997 - 2001 Hochbauzeichner in Zürich, 2004 - 2010 Studium an der ETH mit Abschluss MSc ETH Architektur.
Ab 2010 sechs Jahre Kunstproduzent bei Urs Fischer in New York und Zürich. Ab 2017 Gründung der 3D Kunstproduktions Firma CL-Y GmbH, die mit Künstler und Architekten wie Sebastian Utzni, Christian Kerez, Elmgreen & Dragset, Urs Fischer, Alex Hanimann zusammenarbeitet.
Seit 2016 forscht und lehrt er an der ETH und unterrichtet die Wahlfächer 3D scanning & modeling und 360º from reality to virtuality.
Seit 2012 Mitglied des Kunstkollektiv CKÖ mit Ausstellungen in Zürich, Bern, Luzern, Berlin, Venedig, New York, Los Angeles, San Francisco.
www.ckoe.ch


Zilla Leutenegger

b.1968 in Zürich. Lives and works in Zürich.
Zilla Leutenegger studied at the Zürich University of the Arts. Since 1996 she has regularly showed her work in solo and group exhibitions in Switzerland and abroad. To date, more than ten monographs and art catalogues on Zilla Leutenegger‘s work have appeared. Since 1998, she has been represented by the Galerie Peter Kilchmann in Zürich and the Galerie Stampa in Basel.
www.zilla.ch


Tobias Becker

b.1979, studied fine arts and sculpture at the Weissensee School of Art in Berlin and the Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem, as well as visual and media anthropology (MA) at the Free University of Berlin. For five years he worked as a freelance stage designer, including at the German National Theatre in Weimar, the Theater Total in Bochum, and the Ruhr Triennial in 2009 and 2010. From 2010 to 2012, Tobias Becker was a research assistant at the Institute for Social and Cultural Anthropology at the Free University of Berlin and coordinator of the MA programme in visual and media anthropology. Since 2013, he has been a lecturer with the Chair for Architecture and Art at the ETH in Zürich and in 2018/19 was a lecturer in the MA in art and education programme at the Zürich University of the Arts.


Heiner Franzen

b.1961 in Papenburg, is a draughtsman and video artist living in Berlin. After two years at the University of the Arts in Bremen, he completed his studies in 1993 at the University of the Arts in Berlin. He processes collective memories from everyday life, such as teenagers’ experiences, visits to the cinema, advertising, sport, medicine, etc., recording them in large-scale drawing and video installations, as he did recently in the Haus am Lützowplatz Berlin and at the Manifesta in Palermo. He has held guest professorships at the Weissensee School of Art in Berlin and the Braunschweig University of Art.
www.heinerfranzen.de


Maude Léonard-Contant

b.1979 in Joliette, Canada, lives and works in Basel. She received a BA in 2007 from the Université du Québec à Montréal and an MA in fine arts at Concordia University and the Glasgow School of Arts in 2012. In recent years, her work has been exhibited in many institutions in Switzerland and abroad, to include The words we live in, Binz39, Zürich; Figures, Terrain, Bern; Anderer / autre / other Apparatus, Exhibition Room Klingental, Basel; Beyond the Real, Kunsthalle Basel; L, Darling Foundry, Montreal; Ghost Flowers, Herrmann Germann Contemporary, Zürich; Swiss Art Awards (2015, 2016), Basel; The Rite of Spring, Tramway, Glasgow; Palm Plot, Abrons Arts Center, New York.
www.maudeleonardcontant.com


Thomas Knüsel

b.1984, lives and works in Zürich. He studied art and media art at the Lucerne University of Applied Sciences and Arts—Department of Design and Art, and the Zürich University of the Arts, where he received his MA in fine arts in 2016. In his art, he frequently creates complex models by assembling a wide range of media, materials and artefacts, posing questions as to the relationship between our subjective perception and scientific certainty. His works have been presented in a range of national and international exhibitions and publications. His 2018/19 exhibitions include The Luxurious Molecule (Zürich), Things – (containing information) (Lucerne), me, myself and I (Berne), First Cut (Essen, Germany), Documentarisms (Zürich). In 2013 and 2017 he received an artist’s grant from the Canton of Zug.
www.tknusel.ch


Riikka Tauriainen

b.1979, lives in Zürich. Studied in Tallinn (Estonian Academy of Arts, BA photography), Essen (Folkwang University of the Arts, communication design), Berlin (Weissensee School of Art, Weißensee, fine arts / sculpture) and Zürich (Zürich University of the Arts, MA fine arts). In her installations, videos and performances, Riikka Tauriainen focusses on history, postcolonial theories, and questions of gender.
Amongst other locations, Riikka Tauriainen has taught at the Zürich University of the Arts in the BA in art and the media programme. Her works are exhibited internationally, to include at the Bâtiment d'art contemporain in Genf, the Siemens Sanat in Istanbul, the Center for Contemporary Art in Plovdiv Bulgaria, the New Society for Visual Arts in Berlin, and the Helmhaus in Zürich. She has participated in biennials in Turkey and Croatia, as well as Artist in Residence programmes in Genua, Italy, and Anyang, South Korea, She presented her latest work group Hydrocommons at the Swiss Art Awards in Basel in 2019.
www.riikkatauriainen.net

© Oliver Wüest

Achim Mohné

b.1964, works with photography, time-based media, public intervention, Internet, and sound. As part of an ongoing process of interrogating technical (still and moving) images, he uses objects such as drones, circumvents existing surveillance systems, and parasitically takes over commercial image distribution systems, such as Google Earth, hijacking its satellite cameras to send creative messages. He has been a lecturer and guest professor at the Academy of Arts in Muenster, the Folkwang University of the Arts in Essen, and Indiana University in Bloomington.
www.achimmohne.de


Tabea Rothfuchs

b.1983, lives and works in Basel. For the past ten years she has designed moving images and medial scenographies for theatre, opera, and performance. Engagements include the Theater Basel, the Zürich Opera House, the Schauspielhaus Zürich, the Theater an der Wien, the Munich Biennale of New Music, and the Berlin Concert Hall. Guest performances in Amman, Jordan, and Copenhagen, Denmark. From 2006 to 2009, BA studied animation and audiovisual communication in Basel and Lucerne. From 2018 to 2020, MA in transdisciplinarity at the Zürich University of the Arts. 2015, vernissage of Emergence, an interactive installation, Filter IV, Basel. Nomination of Emergence for PrixArs 2016, ARS Electronica, Linz. 2017, invitation from the Goethe Institute, Iraq, to go on a research trip to northern Iraq together with the Basel Volksbühne. Since 2019, has taught at the Chair of Architecture and Art at the ETH Zürich.
www.tabearothfuchs.ch


Francisco Sierra

b.1977 in Santiago de Chile and lives in Cotterd, Vaud. He is a trained violinist and a self-taught artist. His current artistic praxis is focussed on painting and drawing, but also includes multidisciplinary projects with the music performance collective Jetpack Bellerive.
His work has won many awards and been presented in solo and group exhibitions in Switzerland and abroad. His works are to be found in a number of important collections.
www.fsierra.com

© Noëlle-Anne Darbellay

Ester Vonplon

b.1980 in Schlieren. Lives and works in Castrisch. After studying photography in Berlin and obtaining her MA in art at the Zürich University of the Arts, she returned to the Surselva. She has received a number of awards for her work, to include the Manor Art Prize, the SAC Art Prize, and Swiss Photographer of the Year 2009. Her works are exhibited in numerous national and international museums, to include the Bündner Art Museum, Chur; the Art Museum, Thun; the Museum Allerheiligen, Schaffhausen; the Photo Museum (FOAM), Amsterdam; the Photo Museum (FOMU), Antwerp; and the Centro Centro, Madrid.
www.estervonplon.com


Matthias Wermke

b.1978, lives in Berlin. From 2001 to 2005, studied rehabilitation sciences and history at the Humboldt University, Berlin; from 2005 to 2011 studied fine arts and sculpture at the Weissensee School of Art, Berlin; from 2008 to 2009, studied painting and sculpture at the Maramara University, Istanbul; in 2011, diploma in fine art and sculpture from the Weissensee School of Art, Berlin; master student in 2013. Since 2010, regularly exhibits in Switzerland and abroad, most recently DEMO-POLIS – Das Recht auf Öffentlichen Raum [the right to public space], Academy of Arts, Berlin; Manifesta 11 – what people do for money, Zürich; the award-winning Terror Artists, Art Museum, Bonn; 3rd Berlin Autumn Salon, Maxim Gorki Theater Berlin; manipulate the world, Moderna Museet Stockholm; shaping democracy, Museum Quarter Vienna; Graffiti, HAM - Helsinki Art Museum..
www.wermke-leinkauf.com


Adi Grüninger

b.1978, lives in the wide expanses of Thurgau and works in Zürich / St. Gallen. Trained as a technical draughtsman with a focus on aircraft engineering. Afterwards studied to be a multimedia producer. Worked for some years in motion design (in advertising agencies) and then moved to the Kunstgiesserei in St. Gallen, where he was entrusted with the direction and development of the 3D workshop there. After nine years spent establishing this world-famous 3D production workshop, he decided to devote himself to other projects in the field of digital theory, such as founding CL-Y.ch and - in the Lehmann Group - digitalising construction processes. Since 2013, researches and teaches at the ETH Zürich and directs the 3D scanning & modeling elective. Has been honoured to work with the following artists: Fischli & Weiss, Urs Fischer, Katharina Fritsch, Paul McCarthy, Xu Zhen, Zeng Fanzhi, Elmgreen & Dragset, Robert Indiana, Isa Genzken, Subodh Gupta, and many more. Has also worked with the following architects: Christian Kerez (Incidental Space Biennale 2016), Diener & Diener, and Romero Schäfle.

www.skane.ch


Daniel Lütolf

b.1980, lives and works in Zürich. From 1997 to 2001, worked as a structural engineering draughtsman in Zürich; from 2004 to 2010, studied at the ETH and graduated with an MSc in architecture.
Starting in 2010, worked for six years as an art producer with Urs Fischer in New York and Zürich. In 2017, founded the 3D art productions firm of CL-Y GmbH, working with such artists and architects as Sebastian Utzni, Christian Kerez, Elmgreen & Dragset, Urs Fischer, and Alex Hanimann.
Has been teaching and researching at the ETH since 2016; teaches the electives 3D scanning & modelling and 360º from reality to virtuality.
Since 2012, member of the art collective CKÖ with exhibitions in Zürich, Berne, Lucerne, Berlin, Venice, New York, Los Angeles, and San Francisco.
www.ckoe.ch


Ausstellungen Exhibitions
© Annette Kisling

ROBIN HOOD GARDENS

von Annette Kisling
Eröffnung: 02. Oktober 2019 um 18:00 Uhr

PICTURING NEW YORK

Seminarreise HS18
Eröffnung: 17. Dezember 2018 um 18:00 Uhr

Die Teilnehmer unserer letzten New York Reise präsentieren in Kontakt und Einzelbild ihre Eindrücke der niemals schlafenden Stadt. Auf regelmässigen Walks durch den "Big Apple" entstanden visuelle Tagebucheinträge der einzelnen Mitreisenden ganz im Sinne der grossen Meister der Strassenfotografie.

VERWANDLUNGEN, VERWANDTSCHAFTEN

von Frédéric Dedelley
Eröffnung: 07. November 2018 um 17:00 Uhr

DON'T WON'T

von Jürgen Mayer H

Orientierung, beziehungsweise das damit verbundene Handeln, sind psychologische Impulse, die unser Alltag durch stetig zu treffende Entscheidungen – mehr oder weniger bewusst – beeinflussen, diesen einteilen, vorantreiben oder verzögern. Die Fähigkeit, sich zu orientieren, ist eine überlebensnotwendige Eigenschaft: einerseits um sich als Individuum in sozialen Strukturen und Medien, kurz in der Gesellschaft, zurechtzufinden und sich selbst in ihr zu positionieren. Andererseits um räumliche Zusammenhänge zu erkennen und in ihnen das gewünschte Ziel erreichen zu können. Eine entsprechend große Bedeutung bei der Orientierung spielen neben einer gelungen Signaletik die immer wiederkehrenden Symbole und Zeichen, welche uns erziehen und prägen.

CAMERA OBSCURA

Wahlfach Arbeit „Fotografie"
Eröffnung: 04. Oktober 2017 um 18:00 Uhr

René Frey und Silvan Gröbly beleuchten mit einer selbstgebauten Camera Obscura direkt auf ein 130 x 190 cm grosses Fotopapier, das sie im Labor entwickeln. Mit diesem kleinen mobilen -Haus- als Fotoapparat suchen sie nach sich verändernden Raumsituationen und reagieren -analog- und fotografisch auf den prozesshaften Umbau der Stadt.

KARTENRAUM

von Heiner Franzen
Eröffnung: 01. November 2017 um 18:00 Uhr

Heiner Franzen zeigt eine Wandzeichnung über Motive aus seiner gleichnamigen Zeichenperformance am S-Bahnhof Wannsee, eine cartoonistische Übersetzung des Kleisttextes -Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden.

SELF-CONTAINED / MOBILE ARCHITEKTUR

über die Architektur nomadisierender Völker des Rift Valley Ostafrikas
Eröffnung: 03. April 2017 um 18:00 Uhr

Ausstellungseröffnung mit Apéro und einem Gespräch mit Winfried Bullinger + Karin Sander, MARIA HIL F 48, ETH Zürich, Hönggerberg

Self-Contained ist eine Ausstellung über die Architektur nomadisierender Völker des Rift Valley Ostafrikas. Winfried Bullinger (*1965) zeigt mit seiner sachlich angelegten Bildserie Bauwerke der Beja, der Afar, der Karamojong, der Turkana, der Nyangatom, der Hadza und anderer Völker. In seinem Focus stehen die abstrakte Qualität der portraitierten Bauwerke. Auf den Bildern sind keine Bewohner zu sehen. Es ergibt sich jedoch eine Erzählung über die abwesenden Personen, die ihre Kraft auch aus der überaschenden Vielfalt an gefundenen Gegenständen zieht. (WB)

Bild: Nahrungsspeicher, Karamojong, Kotido District (Nordost Uganda) 2013

PICTURING ICELAND

von der Seminarreise nach Island
Eröffnung: 20. Februar 2017 um 18:30 Uhr

ITSELF

von Ayse Erkmen
Eröffnung: 28. November 2016 um 18:00 Uhr

OSWALD MATHIAS UNGERS

von Oswald Mathias Ungers
Eröffnung: 31. Oktober 2016 um 18:00 Uhr

Der Architekt O.M. Ungers hat im Laufe seines Lebens Pigmente gesammelt. Farben, die er, wenn er einmal Zeit gehabt hätte, auf eine weisse Leinwand auftragen wollte, um damit ein monochromes Bild zu malen. Zur Ausführung des Werkes ist es nie gekommen – vielleicht aber war das Konzept die Vorstellung und die Sammlung der Pigmente bereits die Arbeit. Ausgestellt wird diese Pigmentsammlung zusammen mit weissen Leinwänden.

MIT DEM STEIN ARBEITEN

von Xiaopeng Zhou
Eröffnung: 02. März 2015 um 18:00 Uhr

MEGACITIES

von Michael Glawogger
Eröffnung: 30. März 2015 um 18:00 Uhr

Der Film MEGACITIES sowie UNTITLED wird vorgestellt von der Schriftstellerin Eva Menasse.

THE IMPERATIVE OF THE GLOBAL DÉRIVE

von Alfredo Brillembourg & Hubert Klumpner
mit Daniel Schwartz
Eröffnung: 04.05.2015 um 18:00 Uhr

ASAP

von Andreas Uebele
Eröffnung: 01.12.2014 um 18:00 Uhr

as above so below as roma as told by ginger as seen on tv as soon as possible.
andreas uebele grafische arbeiten:
vernissage am 1. dezember um 18.00 uhr mit einem gespräch zwischen karin sander und andreas uebele.
as I lay dying as soon as I saw you I knew an adventure as good as it gets as the bell rings as you wish as soon as I get home pants off.

© Annette Kisling

ROBIN HOOD GARDENS

by Annette Kisling
Opening: 01 October 2017 at 6 p.m.

PICTURING NEW YORK

Seminar Trip HS18
Opening: 17 December 2018 at 6 p.m.

Through personal contact and images, participants in our last New York trip present their impressions of the city that never sleeps. On regular walks through the Big Apple, group members created visual diary entries in the spirit of the great masters of street photography.

VERWANDLUNGEN, VERWANDTSCHAFTEN [METAMORPHOSES, AFFINITIES]

by Frédéric Dedelley
Opening: 07 November 2018 at 5 p.m.

DON'T WON'T

by Jürgen Mayer H

Our efforts to orientate ourselves, or rather the actions these engender, take the form of psychological impulses that influence our daily life, constantly forcing us to make more or less conscious decisions that divide that daily life into segments, force it onwards, or hold it back. Our capacity for orientation is vital for our survival—on the one hand in order to get our bearings and position ourselves as individuals in social structures and the media, in short in society, and on the other to recognise spatial relationships and get to where we want to go to within them. Besides a sound sense of direction, an important role in orientation is thus played by the ever-recurrent symbols and signs that shape and educate us.

CAMERA OBSCURA

Elective Assignment Photography
Opening: 04 October 2017 at 6 p.m.

Using a camera obscura that they built themselves, René Frey and Silvan Gröbly directly expose a 130 x 190 cm sized sheet of photographic paper that they then develop in the lab. With their small mobile camera-house, they search the city for mutating spatial contexts, responding analogically and photographically to the restructuring processes they find there.

KARTENRAUM [CARD ROOM]

by Heiner Franzen
Opening: 01 November 2017 at 6 p.m.

Heiner Franzen presents a wall drawing featuring motifs from his drawing performance of the same name at the Wannsee urban train station—a pictorial rendering of Heinrich von Kleist’s “On the gradual generation of thoughts while speaking.”

SELF-CONTAINED / MOBILE ARCHITECTURE

On the architecture of nomadic peoples of the Rift Valley in East Africa.
Opening: 03 April 2017, 6 p.m.

Exhibition opening accompanied by an aperitif and a talk with Winfried Bullinger + Karin Sander, MARIA HIL F 48, ETH Zürich, Hönggerberg
Self-Contained is an exhibition about the architecture of nomadic peoples of the Rift Valley in East Africa. In his objectively presented photo series, Winfried Bullinger (b.1965) shows us structures built by the Beja, the Afar, the Karamojong, the Turkana, the Nyangatom, the Hadza, and other peoples. He focuses on the abstract quality of the structures he portrays: none of their inhabitants are to be seen on the photos. Yet these structures tell the story of their absent occupants, a story that also draws its strength from the surprising variety of objets trouvés they contain. (WB)
Image: Food store, Karamojong, Kotido District (Northeast Uganda) 2013

PICTURING ICELAND

about the seminar week to Iceland
Opening: 20 February 2017, 6.30 p.m.

ITSELF

by Ayse Erkmen
Opening: 28 November 2016, 6 p.m.

OSWALD MATHIAS UNGERS

by Oswald Mathias Ungers
Opening: 31 October 2016 at 6 p.m.

Over the years, the architect O.M. Ungers has amassed a collection of pigments—paints that, if only he had had time, he intended to apply to a white canvas to create a monochrome picture. The work was never carried out—but perhaps it is the concept itself, the very idea, and the collecting of the pigments that constitute the work. His collection of pigments is exhibited together with a number of white canvases.

MIT DEM STEIN ARBEITEN [WORKING WITH THE STONE]

by Xiaopeng Zhou
Opening: 02 March 2015 at 6 p.m.

MEGACITIES

by Michael Glawogger
Opening: 30 March 2015 at 6 p.m.

The films MEGACITIES and UNTITLED are presented by the writer Eva Menasse.

THE IMPERATIVE OF THE GLOBAL DÉRIVE

by Alfredo Brillembourg & Hubert Klumpner
with Daniel Schwartz
Opening: 04 Mai 2015 at 6 p.m.

ASAP

by Andreas Uebele
Opening: 01 December 2014 at 6 p.m.

as above so below as roma as told by ginger as seen on tv as soon as possible.
andreas uebele graphic works:
vernissage on 1 december at 6 p.m. with a conversation between karin sander and andreas uebele.
as I lay dying as soon as I saw you I knew an adventure as good as it gets as the bell rings as you wish as soon as I get home pants off.

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Lehrstuhl für
Architektur und Kunst
Professur Karin Sander

ETH Zürich, D-ARCH

Stefano-Franscini-Platz 5
8093 Zürich Hönggerberg
Raum HIL F 48
Tel. +41 44 633 28 42

Verantwortung / Copyright für sämtliche Inhalte der Website liegt bei der Prof. Karin Sander.

Basisjahr, Wahlfächer
Tobias Becker

Diplom/Master
Zilla Leutenegger

Forschung
Adi Grüninger

Sekretariat
Sibylle Novello


Chair of
Architecture and Art
Professor Karin Sander

ETH Zürich, D-ARCH

Stefano-Franscini-Platz 5
8093 Zürich Hönggerberg
Room HIL F 48
Tel. +41 44 633 28 42

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Introductory Year, Electives
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Diploma/Master's
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Research
Adi Grüninger

Office
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